Tag Archive for 'linux'

SuSE 10.3 und die babylonische Sprachverwirrung

Gestern Abend habe ich Open SuSe 10.3 von der seit ein paar Tagen erhältlichen LiveCD installiert. Die Installation ist ähnlich problemlos wie die eines (K)ubuntu aber man bekommt ein unheimlich “denglisches” KDE installiert - also ein KDE das an der einen Stelle Deutsch “spricht” und an anderer Englisch. Leicht unschön.

Nach etwas herumprobieren und ziellosem Testen ist mir aufgefallen, dass im KDE-Kontrolzentrum in “Land/Region & Sprache” tatsächlich “Englisch” als Sprache eingetragen war - obwohl ich bei der Installation explizit nach Deutsch verlangt habe. Land/Region war korrekt auf “Deutsch” gesetzt und auch im Yast war unter “Sprache wählen” Deutsch eingetragen. Der SuSE-Installer produziert also irgendwo Mist und setzt die KDE-Einstellungen nicht richtig.

Lösung: Die Sprach-Einstellung im Kontrollcenter auf Deutsch umstellen, KDE Beenden / Neustarten und fertig.

Adept Updater Update

Vor ein paar Tagen ist mir aufgefallen, dass das neue (K)Ubuntu 7.10 einen Bug im Adept Updater hat. Der Updater bietet nach einem Update installierter Software ein OS-Upgrade auf 7.10 an :D
Gerade hat der Adept Updater ein Update seiner selbst installiert und siehe da:

Vor dem Update:

Nach dem Update:


:D

Grub: Automatisch zuletzt gebootetes OS wieder booten

Man kann Grub sehr leicht so einstellen, dass das zuletzt gebootete OS automatisch nach dem eingestellten Timeout bzw. nach Drücken der Enter-Taste wieder gebootet wird. (D.h. das Auswählen des OS entfällt)

Dazu legt man zunächt ein Backup von /boot/grub/menu an (sicher ist sicher) und öffnet dann dieselbe Datei in einem Editor - hierfür sind übrigens root-Rechte nötig.

Früher oder später werden Einträge in der Datei auftauchen, die etwa so aussehen:

title Ubuntu 7.10, kernel 2.6.22-14-generic
root (hd0,6)
kernel /boot/vmlinuz-2.6.22-14-generic root=UUID=c743656c-94f0-4823-93d3-bd4976441de8 ro quiet splash locale=de_DE
initrd /boot/initrd.img-2.6.22-14-generic
quiet

title Ubuntu 7.10, kernel 2.6.22-14-generic (recovery mode)
root (hd0,6)
kernel /boot/vmlinuz-2.6.22-14-generic root=UUID=c743656c-94f0-4823-93d3-bd4976441de8 ro single
initrd /boot/initrd.img-2.6.22-14-generic

title Ubuntu 7.10, memtest86+
root (hd0,6)
kernel /boot/memtest86+.bin
quiet

title Microsoft Windows XP Professional
root (hd0,0)
makeactive
chainloader +1

Über die Einträge schreibt man das Schlüsselwort “default saved” und zusätzlich kommt zu jedem Eintrag, für den die Speicherung aktiviert werden soll, das Schlüsselwort “savedefault” hinzu.

Die Datei sieht dann also so aus (Ich habe die Speicherung nur für Ubuntu und XP aktiviert, nicht aber für das Recovery-Mode Ubuntu…):

default saved

title Ubuntu 7.10, kernel 2.6.22-14-generic
root (hd0,6)
kernel /boot/vmlinuz-2.6.22-14-generic root=UUID=c743656c-94f0-4823-93d3-bd4976441de8 ro quiet splash locale=de_DE
initrd /boot/initrd.img-2.6.22-14-generic
savedefault
quiet

title Ubuntu 7.10, kernel 2.6.22-14-generic (recovery mode)
root (hd0,6)
kernel /boot/vmlinuz-2.6.22-14-generic root=UUID=c743656c-94f0-4823-93d3-bd4976441de8 ro single
initrd /boot/initrd.img-2.6.22-14-generic

title Ubuntu 7.10, memtest86+
root (hd0,6)
kernel /boot/memtest86+.bin
quiet

title Microsoft Windows XP Professional
root (hd0,0)
savedefault
makeactive
chainloader +1

Kubuntu 7.10 - Probleme mit der Hardware- Erkennung und erste Eindrücke

Never change a running system. Diesen Satz hätte ich mal doch besser befolgen sollen…

Gerade will/wollte ich das gestern erschienene Kubuntu 7.10 auf meinem HP Notebook 7010 installieren und siehe da: es gibt Probleme. - wie schön. Zuerst wurde die Festplatte ewig nicht gefunden und dann blieb die Hardware-Erkennung, die ziemlich am Schluss des Installationsvorgangs ausgeführt wird, einfach hängen. Toll… [ironie] Vielleicht hätte ich aber auch einfach länger als 45 Minuten warten müssen. Wenn es schon 5 Minuten dauert eine Festplatte zu finden, könnte die ganze Hardware-Erkennung mehrere Stunden dauern… [/ironie]

Der Bootloader ist natürlich jetzt auch im Eimer und auf das auf einer anderen Partition installierte Windows komme ich erst mal auch nicht mehr ran.

Das freut das Herz am Freitagabend, …

Oh welch Freude: Der zweite Installationsversuch hat tatsächlich geklappt. Hardware-Einrichtung lief glatt und ohne zu murren durch. Sehr nett…

Erste Eindrücke von 7.10

  • Eine große Menge nicht oder nur teils ins Deutsche übersetzte Menüs fallen ins Auge. Nicht schlimm aber auch nicht schön…
  • Führt man den adept-updater aus, fällt ein Button “Versions-Aktualisierung” auf. Ich habe mal spasseshalber draufgeklickt und Kubuntu 7.10 versucht das Upgrade auf Kubuntu 7.10 *g*
  • So wie es aussieht, wurde eine neue Art des Fontrendering eingeführt. Die Option ist normalerweise nicht aktiviert, lässt sich aber ganz einfach über Systemsteuerung :arr: Erscheinungsbild :arr: Schriftarten umstellen: Kantenglättung einschalten und in “Einrichten” “Subpixel-Hinting” aktivieren und “Hintingstil” “Vollständig” wählen. Sehr angenehm! V.a. in der Konsole und im Browser sind die unterschiede signifikant.

Eine Liste der Neuerungen können z.B. hier nachgelesen werden.

Windows unter Linux: Neue Version von VirtualBox

Gerade habe ich über einen englischsprachigen Blog einen Link zum Thema “VirtualBox”, der zu der österreichischen Webseite derStandard.at führt, gefunden. Der Inhalt ist sehr interessant:

  • Es gibt eine neue Version von VirtualBox. (Windows 64 Bit wird jetzt unterstützt und OS halbe (OS/2)).
  • Die neue Version kann zudem Fenster eines unter Linux emulierten Windows außerhalb (!) des Emulators, also in Linux direkt, darstellen. Wenn ich den Artikel recht verstehe, wird jetzt die Startleiste des Windows direkt auf dem Linux-Desktop angezeigt. D.h. Linux und Windows “verschmelzen”.

Ich finde letzteres geradzu genial. Wenn das so funktioniert, wie ich es mir vorstelle, ist endlich möglich z.B. MS Office unter Linux “vernünftig” zu benutzen (eine entsprechend schnelle Maschine vorausgesetzt). Mit Wine läuft Office einfach nicht vernünftig…

Memo an mich: Unbedingt mal testen!

Wer mehr darüber weiß bzw. Erfahrungen damit gesammelt hat: nur raus damit!

Siehe dazu auch die Heise Kurzmelung oder einen weiteren Artikel von derStandart.at über VirtualBox.

Video-Streams speichern

Ab und an kommt es vor, dass man einen Video-Stream auf Platte speichern will. Ich mache das mittlerweile sogar recht häufig, da ich die kurzen Aussetzer leid bin, wenn die Geschwindigkeit des Streams gerade mal wieder eingebrochen ist. Deswegen speichere ich mir die Streams erst ab und gugge sie dann.

Fragt sich nur wie.

Dazu gibt es einen ganzen Haufen mehr oder weniger blödsinniger Software. Neulich habe ich durch Zufall gesehen, dass mein Lieblingsmediaplayer mplayer erstens Streams abspielen und zweitens auch speichern kann!

Streams abspielen geht einfach so:

mplayer mms://servername/filmname.wmv

Streams speichern geht so:

mplayer mms://servername/filmname.wmv -dumpstream -dumpfile dateiname.wmv

Abgespielt werden kann die Datei ganz einfach per

mplayer dateiname.wmv

Zumindest unter Linux klappt das alles ganz hervorragend. Unter Windows (XP) habe ich es noch nicht getestet, aber ich schätze, dass das auch funktionieren sollte. In der mplayer-FAQ steht zumindest nichts anderes drin.

Automatische Updates von Kubuntu

Wie jedes Linux verfügt Kubuntu über eine Funktion, die Updates z.B. Programmaktualisierungen, Patches und neue Kernel ins System einspielt. Normalerweise wird man auf Updates durch eine Meldung von einem Programm, das im Tray läuft, automatisch hingewiesen (das kleine Warnschild). Über dieses Symbol lässt sich dann auch der Download der Updates und deren Installation starten. Sehr einfach, eigentlich.

Jetzt gibt es aber solche Helden, wie z.B. mich :D, die eine hohe Affinität haben alle möglichen Programme, die nicht so wirklich wichtig aussehen zu beenden. Und genau das habe ich wohl irgendwann (versehentlich!) gemacht. Blöderweise startet der Updater aber dann auch in Zukunft nicht mehr und Updates sind dann nicht mehr möglich.

Um das Tray-Programm zu starten muss man nur adept_notifier in der Konsole ausführen. Das Programm startet, man wird gefragt, ob das Programm auch in Zukunft bei jedem Systemstart gestartet werden soll (ja bitte!) und zukünftigen Updates steht nichts mehr im Weg.

Sound-Problem bei Thunderbird unter Kubuntu

Vor ein paar Wochen habe ich den Mozilla Thunderbird auf meiner Ubuntu-Kiste installiert, um zu Testen, ob Lightning samt dem Google Calendar Add-on bidirektionale Synchronisierung mit dem Google Calendar ermöglicht. Bei mir hat das nicht geklappt (siehe hier) aber ich habe mich mit dem Thunderbird an sich (wieder) angefreundet.

Leider gibt (gab??) es auch Probleme mit der Wiedergabe von wav-Sounds, die z.B. beim Eintreffen neuer Emails abgespielt werden sollten. Vom allbekannten “Sie haben Post!” wurde z.B. nur “Sie haben P” gespielt… Andere Files wurden gar nicht und wieder andere als Brummen, Piepen oder was-auch-immer abgespielt. In anderen Programmen sind die Soundfiles ohne Murren und Probleme abspielbar. Und andere Programme haben auch keinerlei Probleme mit Sounds.

Das Netz ist voll von Fragen, wie man das Problem lösen kann, aber es fehlen (gute) Antworten. Auf einem anderen Blog habe ich z.B. gelesen, dass das Add-on Mailbox Alert das Problem lösen soll, bei mir war das aber nicht so. (Einmal davon abgesehen, dass das Add-On eine feine Sache ist).

Was bei mir schließlich funktioniert hat, war ein ogg vorbis Soundfile (einer der Kopete-Sounds) hiermit ins wav-Format zu konvertieren.

Eine depperte “Lösung” für ein deppertes Problem! Falls irgendwer eine bessere Lösung für das Problem hat, würde ich mich um ein Kommentar freuen.

Speaking Linux - Artikelserie

Gerade habe ich auf einer Seite von IBM einen sehr interessanten Artikel gefunden, der beschreibt was in welchem Verzeichnis auf einem Unix oder Linux-Rechner gespeichert wird. Sehr lesenswert für Ein- oder Umsteiger, die sich noch nicht so recht an die Linux-Verzeichnisstrukur gewöhnen können…

Dieser Artikel ist der 11. Teil der Serie “Speaking UNIX“. In weiteren Artikeln werden z.B. Reguläre Ausdrücke, die Anpassung der Shell, Cron-Jobs usw. beschrieben. Für interessierte sicherlich lesenswert.

BloGTK with Kubuntu

There are not many blogging clients out there for Linux operating systems - at least I didn’t find many. One of the most promising ones I found is BloGTK. BloGTK supports Blogs on Blogger.com and Wordpress(.com) or Movable Type powered blogs.


(blogtk1.jpg)

BloGTK is actually written for GNOME but you can install it on KDE, too. Unfortunately the app doesn’t run “out of the box” after installation. So here’s a little guide for installing BloGTK on KDE:

Step 1: Install BloGTK using the Adept Package Manager. If you don’t have Python installed on your box already, Adept will install lots of python-related stuff, too. Don’t worry about this.

If you start BloGTK from the start menu, you’ll see a nice bouncing icon beside your cursor but BloGTK won’t start. Try to start BloGTK using a terminal. Now you can see the reason why the app doesn’t start properly:

ubuntu@ubuntu:~$ BloGTK
Error in sys.excepthook:
Traceback (most recent call last):
File “/var/lib/python-support/python2.4/apport_python_hook.py”, line 30, in apport_excepthook
import apport.report, apport.fileutils
File “/var/lib/python-support/python2.4/apport/__init__.py”, line 1, in ?
from apport.report import Report
File “/var/lib/python-support/python2.4/apport/report.py”, line 15, in ?
import ctypes, ctypes.util, fnmatch
ImportError: No module named ctypes

Original exception was:
Traceback (most recent call last):
File "/usr/bin/BloGTK", line 14, in ?
import gtkhtml2
ImportError: No module named gtkhtml2

So you need to install gtkhtml2!

Step 2: Again, open Adept and type gtkhtml2. Adept wil find some pakets; you’ll need the following ones:
libgtkhtml2
python/gtkhtml

Install both pakets. Now you should be able to run BloGTK.

Step 3: Setup your blog.


(blogtk2.jpg)