Linux auf USB-Stick/SD-Karte “installieren”

Linux Live-CDs auf einen USB-Stick zu schieben ist nicht unbedinkt komplex, aber man muss es eben machen ;-) Ein ziemlich nettes Windows-Tool, das diesen Vorgang für eine Reihe von Linux-Distris automatisch übernimmt ist UNetbootin.

In wenigen Sekunden ist das Ziellaufwerk und das Quell-ISO Image ausgewählt und das “installieren” der Live-CD auf den gewählten Datenträger beginnt. Ich habe das Programm gestern ausprobiert, als ich Puppy-Linux auf eine SD-Karte installieren wollte. Hat problemlos geklappt.

eeeXubuntu: Upgrade von 7.10 auf 8.04

Nach dem absoluten eeePC Hype um die Jahreswende herum, ist es irgendwie still um den kleinen eeePC geworden. So ist z.B. leider auch die Entwicklung des Xubuntu-Derivats (was wiederum ein Ubuntu Derivat ist) eeeXubuntu seit Dezember nicht weiter geführt worden. (Mit “Entwicklung” meine ich, die Anpassung von Xubuntu auf den eeePC.) D.h., dass es auch keine Anpassung des “neuen” Xubuntu 8.04 auf den eeePC gibt. Schade eigentlich.

Heute abend habe ich spasseshalber eine herkömmliche eeeXubuntu 7.10 Installation auf 8.04 upgegraded (Einfach über den update-manager Dist Upgrade ausführen!). Entgegen meiner Erwartung funktioniert -augenscheinlich- auch wirklich alles. Ich bin begeistert.

Ubuntu 8.04 und 4GB RAM

Seltsam, seltsam! Eigentlich heißt es ja immer, dass 32-Bit Versionen von Linux mit 4GB Arbeitsspeicher umgehen könnten. 32-bittige Windowse schaffen hingegen nur maximal 3GB.

Die Aussage über Linux trifft aber nur bedingt zu. Zumindest Ubuntu schafft nämlich nur 3. Zumindest die aktuelle 32 Bit Version von Ubuntu 8.04 (Hardy Heron). Blöd das. Sucht man im Netz nach einer Lösung für dieses Problem, so stößt man recht fix auf die folgende Lösung [klick]. Das funktioniert aber zumindest bei meinem Notebook nichts!

Blöd, blöd, blöd! Blöd!

[Nachtrag: In diesem Fall war mein Notebook schuld. Dessen Mainboard kann scheinbar nur mit bis zu 3 GB umgehen...]

VPN mit KNetworkmanager (SuSE 10.3 / KDE 3.5.7)

Um ganz ehrlich zu sein: Ich bin eher selten von Linux begeistert. In diesem Fall bin ich es aber!

Vor ein paar Tagen ist mir nämlich im KNetworkManager eine Funktion aufgefallen, die es erst erlaubt VPN-Verbindungen ein- und dann herzustellen. D.h. so ein großartiges Gefrickel, wie neulich beschrieben, ist gar nicht mehr nötig, um VPN benutzen zu können. (Zumindest ist es das mit dem aktuellen SuSE 10.3 / KDE 3.5.7 nicht mehr.) V.a. ist das auf- und abbauen der Verbindungen per KNetworkManager viel einfacher als per Konsole wie dort beschrieben…

Einrichten: Rechtsklick auf den KNetworkManager :arr: Einstellungen :arr: Optionen lädt das folgende Fenster. Dort klickt man auf VPN-Verbindungen und nun wiederum auf “Hinzufügen”…

vpn_1

…. dabei öffnet sich ein Fenster wie das untenhier. Daten eintragen, OK klicken, fertig.

vpn_2

Verbindnug aufbauen: Jetzt kann man per Rechtsklick auf den KNetworkManager die Konfigurierte VPN-Verbindung aktivieren.

vpn_3

Beim ersten Start muss man allerdings noch sein Passwort und das Gruppenpasswort eingeben. (Zum Thema Gruppenpasswort: lese den alten Beitrag. Dort steht beschrieben, woher man das Passwort nimmt usw…). Beide Passworte lasen sich wie unter KDE üblich im KDEWallet speichern.

Beenden lassen sich die Verbindungen wiederum per Mausklick.

Nett. Sehr nett.

SuSE 10.3 und die babylonische Sprachverwirrung

Gestern Abend habe ich Open SuSe 10.3 von der seit ein paar Tagen erhältlichen LiveCD installiert. Die Installation ist ähnlich problemlos wie die eines (K)ubuntu aber man bekommt ein unheimlich “denglisches” KDE installiert – also ein KDE das an der einen Stelle Deutsch “spricht” und an anderer Englisch. Leicht unschön.

Nach etwas herumprobieren und ziellosem Testen ist mir aufgefallen, dass im KDE-Kontrolzentrum in “Land/Region & Sprache” tatsächlich “Englisch” als Sprache eingetragen war – obwohl ich bei der Installation explizit nach Deutsch verlangt habe. Land/Region war korrekt auf “Deutsch” gesetzt und auch im Yast war unter “Sprache wählen” Deutsch eingetragen. Der SuSE-Installer produziert also irgendwo Mist und setzt die KDE-Einstellungen nicht richtig.

Lösung: Die Sprach-Einstellung im Kontrollcenter auf Deutsch umstellen, KDE Beenden / Neustarten und fertig.

Adept Updater Update

Vor ein paar Tagen ist mir aufgefallen, dass das neue (K)Ubuntu 7.10 einen Bug im Adept Updater hat. Der Updater bietet nach einem Update installierter Software ein OS-Upgrade auf 7.10 an :D

Gerade hat der Adept Updater ein Update seiner selbst installiert und siehe da:

Vor dem Update:

Nach dem Update:


:D

Grub: Automatisch zuletzt gebootetes OS wieder booten

Man kann Grub sehr leicht so einstellen, dass das zuletzt gebootete OS automatisch nach dem eingestellten Timeout bzw. nach Drücken der Enter-Taste wieder gebootet wird. (D.h. das Auswählen des OS entfällt)

Dazu legt man zunächt ein Backup von /boot/grub/menu an (sicher ist sicher) und öffnet dann dieselbe Datei in einem Editor – hierfür sind übrigens root-Rechte nötig.

Früher oder später werden Einträge in der Datei auftauchen, die etwa so aussehen:

title Ubuntu 7.10, kernel 2.6.22-14-generic
root (hd0,6)
kernel /boot/vmlinuz-2.6.22-14-generic root=UUID=c743656c-94f0-4823-93d3-bd4976441de8 ro quiet splash locale=de_DE
initrd /boot/initrd.img-2.6.22-14-generic
quiet

title Ubuntu 7.10, kernel 2.6.22-14-generic (recovery mode)
root (hd0,6)
kernel /boot/vmlinuz-2.6.22-14-generic root=UUID=c743656c-94f0-4823-93d3-bd4976441de8 ro single
initrd /boot/initrd.img-2.6.22-14-generic

title Ubuntu 7.10, memtest86+
root (hd0,6)
kernel /boot/memtest86+.bin
quiet

title Microsoft Windows XP Professional
root (hd0,0)
makeactive
chainloader +1

Über die Einträge schreibt man das Schlüsselwort “default saved” und zusätzlich kommt zu jedem Eintrag, für den die Speicherung aktiviert werden soll, das Schlüsselwort “savedefault” hinzu.

Die Datei sieht dann also so aus (Ich habe die Speicherung nur für Ubuntu und XP aktiviert, nicht aber für das Recovery-Mode Ubuntu…):

default saved

title Ubuntu 7.10, kernel 2.6.22-14-generic
root (hd0,6)
kernel /boot/vmlinuz-2.6.22-14-generic root=UUID=c743656c-94f0-4823-93d3-bd4976441de8 ro quiet splash locale=de_DE
initrd /boot/initrd.img-2.6.22-14-generic
savedefault
quiet

title Ubuntu 7.10, kernel 2.6.22-14-generic (recovery mode)
root (hd0,6)
kernel /boot/vmlinuz-2.6.22-14-generic root=UUID=c743656c-94f0-4823-93d3-bd4976441de8 ro single
initrd /boot/initrd.img-2.6.22-14-generic

title Ubuntu 7.10, memtest86+
root (hd0,6)
kernel /boot/memtest86+.bin
quiet

title Microsoft Windows XP Professional
root (hd0,0)
savedefault
makeactive
chainloader +1

Kubuntu 7.10 – Probleme mit der Hardware- Erkennung und erste Eindrücke

Never change a running system. Diesen Satz hätte ich mal doch besser befolgen sollen…

Gerade will/wollte ich das gestern erschienene Kubuntu 7.10 auf meinem HP Notebook 7010 installieren und siehe da: es gibt Probleme. – wie schön. Zuerst wurde die Festplatte ewig nicht gefunden und dann blieb die Hardware-Erkennung, die ziemlich am Schluss des Installationsvorgangs ausgeführt wird, einfach hängen. Toll… [ironie] Vielleicht hätte ich aber auch einfach länger als 45 Minuten warten müssen. Wenn es schon 5 Minuten dauert eine Festplatte zu finden, könnte die ganze Hardware-Erkennung mehrere Stunden dauern… [/ironie]

Der Bootloader ist natürlich jetzt auch im Eimer und auf das auf einer anderen Partition installierte Windows komme ich erst mal auch nicht mehr ran.

Das freut das Herz am Freitagabend, …

Oh welch Freude: Der zweite Installationsversuch hat tatsächlich geklappt. Hardware-Einrichtung lief glatt und ohne zu murren durch. Sehr nett…

Erste Eindrücke von 7.10

  • Eine große Menge nicht oder nur teils ins Deutsche übersetzte Menüs fallen ins Auge. Nicht schlimm aber auch nicht schön…
  • Führt man den adept-updater aus, fällt ein Button “Versions-Aktualisierung” auf. Ich habe mal spasseshalber draufgeklickt und Kubuntu 7.10 versucht das Upgrade auf Kubuntu 7.10 *g*
  • So wie es aussieht, wurde eine neue Art des Fontrendering eingeführt. Die Option ist normalerweise nicht aktiviert, lässt sich aber ganz einfach über Systemsteuerung :arr: Erscheinungsbild :arr: Schriftarten umstellen: Kantenglättung einschalten und in “Einrichten” “Subpixel-Hinting” aktivieren und “Hintingstil” “Vollständig” wählen. Sehr angenehm! V.a. in der Konsole und im Browser sind die unterschiede signifikant.

Eine Liste der Neuerungen können z.B. hier nachgelesen werden.

Windows unter Linux: Neue Version von VirtualBox

Gerade habe ich über einen englischsprachigen Blog einen Link zum Thema “VirtualBox”, der zu der österreichischen Webseite derStandard.at führt, gefunden. Der Inhalt ist sehr interessant:

  • Es gibt eine neue Version von VirtualBox. (Windows 64 Bit wird jetzt unterstützt und OS halbe (OS/2)).
  • Die neue Version kann zudem Fenster eines unter Linux emulierten Windows außerhalb (!) des Emulators, also in Linux direkt, darstellen. Wenn ich den Artikel recht verstehe, wird jetzt die Startleiste des Windows direkt auf dem Linux-Desktop angezeigt. D.h. Linux und Windows “verschmelzen”.

Ich finde letzteres geradzu genial. Wenn das so funktioniert, wie ich es mir vorstelle, ist endlich möglich z.B. MS Office unter Linux “vernünftig” zu benutzen (eine entsprechend schnelle Maschine vorausgesetzt). Mit Wine läuft Office einfach nicht vernünftig…

Memo an mich: Unbedingt mal testen!

Wer mehr darüber weiß bzw. Erfahrungen damit gesammelt hat: nur raus damit!

Siehe dazu auch die Heise Kurzmelung oder einen weiteren Artikel von derStandart.at über VirtualBox.

Video-Streams speichern

Ab und an kommt es vor, dass man einen Video-Stream auf Platte speichern will. Ich mache das mittlerweile sogar recht häufig, da ich die kurzen Aussetzer leid bin, wenn die Geschwindigkeit des Streams gerade mal wieder eingebrochen ist. Deswegen speichere ich mir die Streams erst ab und gugge sie dann.

Fragt sich nur wie.

Dazu gibt es einen ganzen Haufen mehr oder weniger blödsinniger Software. Neulich habe ich durch Zufall gesehen, dass mein Lieblingsmediaplayer mplayer erstens Streams abspielen und zweitens auch speichern kann!

Streams abspielen geht einfach so:

mplayer mms://servername/filmname.wmv

Streams speichern geht so:

mplayer mms://servername/filmname.wmv -dumpstream -dumpfile dateiname.wmv

Abgespielt werden kann die Datei ganz einfach per

mplayer dateiname.wmv

Zumindest unter Linux klappt das alles ganz hervorragend. Unter Windows (XP) habe ich es noch nicht getestet, aber ich schätze, dass das auch funktionieren sollte. In der mplayer-FAQ steht zumindest nichts anderes drin.