Buch: Resturlaub (Tommy Jaud)

Nach meinem letzten (Hör)buch habe ich gleich das nächste gehört: “Resturlaub” von Tommy Jaud. Die CDs wollen endlich wieder Heim in die Bücherei…

Jauds zweites Buch “Resturlaub” ist ziemlich anders als der Erstling. “Vollidiot” war anfangs urkomisch, schwächelte dann aber schnell ab und wurde gegen Ende, wie ich fand, langweilig. Bei Resturlaub ist das genau anders herum. Anfangs braucht man ein Paar Kapitel resp. Tracks auf der CD, um mit der Geschichte und Charakteren warm zu werden. Dann aber ist sie unterhaltsam, witzig und wird gegen Ende sogar richtig spannend.

Ich fand das Buch große klasse. Das liegt denke ich nicht zuletzt am Leser Christoph Maria Herbst (Stromberg), der schwäbelnd, fränkeln und mit großer Hingabe den Text vorließt. Einige Lacher gehen sicherlich ausschließlich auf die Kappe von Herbst. Wie das Buch selbst gelesen ist, kann ich natürlich nicht genau beurteilen, aber ich würde mal behaupten: auch lesenswert.

Die Geschichte ist originell, für ein Buch dieses Genre überraschend gut Recherchiert und trotz aller Absurditäten auch in sich schlüssig. Geschichten dürfen wie ich finde völlig absurd und phantastisch sein, aber ich mag es gar nicht, wenn der Plot unlogisch und unschlüssig ist.

Wer jetzt noch etwas über den Inhalt lesen will, sollte hier klicken…

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Buch: Ich bin dann mal weg (Hape Kerkeling) #2

Heute Abend habe ich die restlichen 1 1/2 CDs von “Ich bin dann mal weg” gehört und ich bin, offen gesagt, ganz froh, dass ich das Buch bzw. die CDs jetzt “durch” habe. So ab knapp der Hälfte etwa beginnt Hapes Reisebericht stark an Tempo zu verlieren und träge zu werden. Die anfänglich noch ganz interessanten Schilderungen seiner Mühen und Erlebnisse sind irgendwann nur noch ziemlich langweilig, da sich alles in ähnlicher Form wiederholt und das Buch daher relativ monoton wird. Man ist deswegen auch gewillt vorzuspuhlen bzw. habe ich mir ehrlich gesagt überlegt das Hören ganz einzustellen. Trotzdem interessierte mich die Geschichte dann aber doch so stark, dass ich sie, nach einer Pause von einigen Tagen, fertig hören wollte.

Was mir auch nicht so recht gefällt, ist, dass die Wechsel von teils wirklich belanglosem Blabla (den man einfach so nebenbei versteht) hin zu teils überraschend komplexen Gedankengängen sehr abrupt und unvermittelt sind. Wenn man nicht ständig wirklich aufmerksam zuhört, wird man viele Details verpassen. Das Dumme an Hörbüchern ist aber einfach, dass man quasi immer irgendwas “nebenher” macht. Joggen, Staub saugen, kochen, … Kaum jemand wird sich mit einem Hörbuch aufs Sofa setzen und es so konzentriert hören, wie man ein Buch lesen würde. Zudem kommt noch, dass an solch komplexen Stellen Kerkelings Satzkonstruktionen, wie es scheint, ins Unendliche wachsen. Diesen Bandwurmsatzen im gesprochenen Wort zu folgen und zu kapieren, was er eigentlich aussagen will, ist nicht ganz leicht. Würde man das Buch lesen, wäre das Verständnis sicher einfacher. Vielleicht ist “Ich bin dann mal weg” gerade auch deswegen kein Buch, das sich zum Hören eignet!? Vielleicht ist es auch nicht gut aufbereitet?

Mein Fazit lautet daher: Nicht unbedingt als Hörbuch geeignet, ganz sicher nicht zum nebenbei hören. Die Geschichte an sich ist sicher interessanter und ergiebiger, wenn man sie als Buch ließt.

Buch: Ich bin dann mal weg (Hape Kerkeling)

Als ich vor ein paar Monaten durch eine Buchhandlung getappt bin ist mir “Ich bin dann mal weg” in die Hände gefallen. Hape in vollem Wanderornat bekleidet, mit Stock, Rucksack und bescheuertem Hütchen ausgestattet und zudem noch unglaublich treudoof vom Buchcover her grinsend erregte einfach meine Aufmerksamkeit. “Was, der schreibt jetzt auch noch Bücher”, dachte ich…

Da Kerkeling einer der Comedians aus Deutschland ist, die mich nicht zum sofortigen Brechreiz animieren, griff ich also zu. Jetzt war ich dann wirklich überrascht: Aus dem Klappentext erfuhr ich nämlich, dass er in diesem Buch berichtet, wie er von den französischen Pyrenäen bis nach Santiago de Compostella in Spanien auf dem 600km langen “Camino Frances” (Jakobsweg) gepilgert ist. Kerkeling pilgert. Das hatte ich nun wirklich nicht erwartet.Zum Kaufen war mir das Buch dann doch etwas zu “strange” und teuer und so legte ich es wieder bei Seite. Seit diesem Tag hörte ich aber immer wieder davon und zwar ausnahmslos Positives. Zugegeben: ich wurde tatsächlich neugierig. Als bekennender Hörbuch-Fan (faule Socke *g*) habe ich mir also neulich das von Hape selbst gelesene Hörbuch aus der Bib besorgt und höre gerade “nebenher” immer wieder ein paar Kapitel.

Das Buch ist tatsächlich gut. Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Reisebericht, zudem auch noch über eine Pilgerreise, so interessant und humorvoll sein würde. Kerkeling wiederum hätte ich seine durchaus tiefgründigen Gedankengänge auch nicht in dieser Form zugetraut.

Ich habe zwar erst einen relativ kleinen Teil gehört, aber ich bin mir schon jetzt ziemlich sicher, dass das Buch so interessant, wie es angefangen hat, weitergehen wird. Dass es von der Spiegel-Bestsellerliste seit einiger Zeit nicht mehr weg zu denken ist, wundert mich jedenfalls nicht sonderlich.

Buch: Python GE-PACKT (Michael Weigend)


Python ist eine Programmiersprache, die man vielleicht nicht unbedingt kennt. Schade eigentlich, da sie meiner Meinung nach geradezu ideal ist um Anfängern das Programmieren beizubringen.

Trotz ihrer Einfachheit lassen sich in Python auch komplexere Vorhaben, wie z.B. meine Diplomarbeit, realisieren. Da ich bis vor wenigen Monaten keinen blassen Schimmer von Python hatte, brauchte ich also eine Einführung in die Materie und kaufte nach etwas Suchen bei Amazon blindlings Python GE-PACKT.

Unglaublich, was in ein so kleines Büchlein reinpasst, wenn sich der Autor auf das Wesentliche konzentriert. Python GE-Packt ist auch in der 2. Auflage ein Python-Arbeitsbuch, von dessen Größe man sich nicht täuschen lassen sollte.

(Covertext)

Meine Überraschung war relativ groß, als das -verglichen zu sonstigen Programmier-Handbüchern- winzige Büchlein aus dem Kartonchen fiel. Trotz der geringen Maße passt eine ganze Menge an Informationen in das Buch. Nachdem ich ein paar Tage gelesen und ausprobiert habe, fiel es mir relativ leicht meine Diplomarbeit zu programmieren.

Leider gibt es aber an einigen wenigen Stellen Patzer. So wurde z.B. eine Funktion falsch erklärt, was später in meinem Code für einige Verwirrung sorgte. Trotzdem halte ich Python GE-PACKT für eine gute Einführung und ein gutes Nachschlagewerk – es hat sich zumindest in den letzten Monaten keinen Millimeter von meinem Schreibtisch weg bewegt!

Buch: Das letzte Ritual (Yrsa Siguardardóttir)


Wie man am Namen der Autorin leicht erkennen kann, handelt es sich beim letzen Ritual um ein Buch aus Island, genauer gesagt: um einen Krimi.

In der Universität von Reykjavík wird die Leiche eines jungen Deutschen gefunden. Der Geschichtsstudent war fasziniert von alten Hexenkulten, und sein Mörder hat ihm ein merkwürdiges Zeichen in die Haut geritzt. Aber die isländische Polizei glaubt an einen Drogendelikt und verhaftet einen Dealer. Die Eltern des Opfers misstrauen den Ermittlungen: Sie beauftragen die junge Anwältin Dóra Guðmundsdóttir, den Fall noch einmal aufzurollen. Und auf der Suche nach dem wahren Mörder findet Dóra über dunkle Rituale mehr heraus, als ihr lieb ist …

“Sehr clever geschrieben, mit einer tollen Hauptfigur und einem aufregenden Geheimnis!” Morgunblaðið

(Covertext)

Naja, … was das Morgunblaðið da schreibt, kann ich nur bedingt bestätigen.

Ich glaube das letzte Ritual ist eines der Bücher, das man ließt, nett findet und danach wieder weg legt und schnell vergisst. Soll heißen: Unterhaltungslektüre wie es sie massenhaft gibt, aber nichts besonderes. Die Story über den Ritualmord ist recht interessant aber auch nicht sonderlich neu oder originell – ich bin ziemlich sicher eine ganz ähnliche Geschichte vor Jahren schon als “Akte X” Episode gesehen zu haben. Sei’s drum!

Als ziemlich interessant empfinde ich hingegen die gut recherchierten Informationen über die Hexenverfolgung in Europa. Allerdings reicht das auch nicht wirklich weit über mein (Schul)wissen über das Thema hinaus.

Von mir gibt es dafür 6 von 10 Punkten

Buch: Scriptum vs. Sakrileg (Raymond Khoury / Dan Brown)

Nachdem ich vor ein paar Monaten den Bestseller “Sakrileg” von Dan Brown erst als Hörbuch mehr als begeistert gehört und später als grottenschlechte Verfilmung umso fluchender gesehen habe, habe ich nun durch Zufall “Scriptum” von Raymond Khoury in die Hände bekommen und gelesen.

Scriptum basiert ähnlich wie Sacrileg auf den selben Ideen: Verschwörungstheorien, einer alternativen Sicht auf die Kirchengeschichte, einer Interpretation der Geschichte der Tempelritter und damit eng verwoben: die Gralslegende. Zudem sind im Nebenstrang beider Romane Liebesgeschichten zwischen den beiden Protagonisten eingebaut.

Scriptum (erschienen 2005) eilt daher ein wenig der Ruf voraus, ein Plagiat von Sakrileg (erschienen 2003) zu sein. Ich will mir kein Urteil darüber erlauben, ob Khoury tatsächlich bei Brown abgeschrieben hat, aber die Idee, dass dem so gewesen sein könnte, ist nicht von der Hand zu weisen.

Allerdings kann man wie ich finde nicht davon reden, dass Scriptum ein schnödes Plagiat ist. Die Grundlagen beider Bücher sind zwar ähnlich, die erzählte Geschichten aber völlig verschieden. (Siehe dazu auch die Inhaltsangaben in den Links)

Mir hat das Lesen von Scriptum viel Spaß gemacht. Es reicht zwar, wie ich finde, nicht an Sakrileg heran, aber es ist immer noch ein lesenswertes Buch.

Von mir gibt es für Scriptum 7 von 10 Punkten