Wow. Es ist Mittwoch Abend. Ich habe vorhin versucht einen Platz im Kino für den neuen Bond am Samstag um 20:00 zu reservieren. Das Münchner 800 Mann Kino ist ausgebucht. Die beiden “kleinen” Säle quasi auch. Ein weiteres Kino in der Innenstadt ist auch dicht. Das Cineplex irgendwo im Outback auch. Das in Erding ist mir zu weit und das hinter’m Flughafen auch… Nach 15 Minuten Kinosuche habe ich ein Mini-Kino ausfindig machen können, in dem es sogar noch freie Karten gibt. Ich bin begeistert!
Tag Archive for 'münchen'
Ich bin begeistert! Hier in München bekommen die Ersties eine “Schultüte” zum Semesteranfang. Ich habe mir natürlich auch so ein Ding geholt.
Inhalt:
- Block
- Kuli
- Semesterplaner
- Einladung zur Ersti-Party
und dazu passend: 2 Kondome.
Die denken mit!
Ein Flugticket von München nach Berlin kostet gute 50€. Mit der Lufthansa wohlgemerkt.
Ein Ticket von Daglfing zum Flughafen kostet 9,20€. Mit der S-Bahn wohlgemerkt.
Irgendwas stimmt da doch nicht. Entweder ist der Flug zu billig oder die S-Bahn zu teuer *grübel*
Von Gewalt gegenüber alten Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln ließt man ja (leider) des öfteren. Von Gewalt gegen junge Menschen (leider) auch. Von Gewalt von alten Menschen gegenüber Jungen hat man aber bis Dato noch nichts gehört. Diesem Missstand muss ein Ende gesetzt werden! Somit dient dieser Beitrag zur sozio-kulturellen Aufklärung und macht quasi auf ein tot geschwiegenes Tabu-Thema aufmerksam (*mit erhobenem Finger in der Luft herumwedel*): Randalierende Rentner.
Die Tage war ich mit dem Bus unterwegs - ich versuche es ja zu vermeiden, aber manchmal hat man einfach keine Wahl. An einer Haltestelle stieg ein Mann nebst 2-3jährigem Sohn und Kinderwagen ein. Der gute Mann verstaute erst mal Sohn und Buggy auf bzw. neben einem Sitzplatz und wankte dann im schon fahrenden Bus zum Fahrkartenautomaten.
Dabei touchierte er versehentlich die Schulter einer älteren Dame mit seinem -dank Kreisverkehrzentrifugalkraft aus der Bahn geworfenen- Hinterteil. Die alte Dame regte sich tierisch auf, ballte ihre knöchrigen Hände zu noch knöchrigeren Fäusten und schlug mit all ihrer zur Verfügung stehenden Kraft auf den Rücken des Mannes ein. Die Szene wirkte doch leicht surreal… Der Geschlagene hat weder etwas von dem Gewaltausbruch der alten Lady noch von der ungewollten Hintern-Schulter Kollision mitbekommen und wankte weiter.
Jetzt wurde die Oma erst wirklich wild, fing an zu schimpfen wie ein Rohrspatz und krähte dem Mann irgendwelche unflätigen bayrischen Kraftausdrücke -ich meine ich hätte irgendwas von “Saubua” verstanden- hinterher. Der Beschimpfte drehte sich um, ließ die Tirade wortlos 5 Sekunden über sich ergehen, schüttelte den Kopf, drehte sich um und kaufte sein Ticket.
Die anderen Fahrgäste verfolgten mittlerweile das Schauspiel mit ähnlicher Belustigung wie damals die Szene beim Bäcker und freuten sich ob der unerwarteten Abwechslung im Bus. Der kleine Bub fand das ganze wohl weniger Amüsant; Omis, die seinen Papa verkloppen, passten nicht in sein Malbuchweltbild. Ich schätze er schlief in der anschließenden Nacht schlecht und hat seinen Lebtag ein Trauma…
Auf dem Weg zurück musste der Mann wieder an der Alten vorbei. Die fing natürlich sofort wieder an zu schimpfen. Der Mann blieb stehen, tätschelte der Alten die Schulter, sagte laut hörbar…
“Woas wos? Wenn da hoam kimmst, dann trink’st a Helles. Dann bist ah’ a Moi wieder a bisserl geschmeidig*”.
… und stapfte weiter. Die Leute kichern, die Omma war still und das Schauspiel zu Ende. Schade eigentlich *g* Ich sollte wohl doch öfter mit dem Bus fahren. Zumindest ab und an ist das wohl doch ganz lustig.
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* Wissen sie** was? Wenn sie heim kommen, dann trinken sie ein Bier. Dann sind sie auch wieder etwas entspannter
** Der Bayer an sich duzt sich quasi immer. V.a. in solchen Situationen. Deswegen ist ein bayrisches “du” mit dem englisch “you” gleichzusetzen… Nie vergessen: Bayern ist so ein bisschen das Texas von Deutschland.
Am Dienstag hat die Schule hier wieder angefangen. D.h. auch der letze Münchener ist aus dem Urlaub zurück, um sein Kindl in die Schule zu schicken. Das wiederum heißt, dass auch die lieben Eltern wieder zur Arbeit müssen. Und jetzt sind wir auch schon am Knackpunkt: Das Verkehrsaufkommen ist seit letzer Woche um -seien wir mal vorsichtig- ein Viertel gestiegen. Supi…!
Pünktlich zum Schulanfang hat die örtliche Baubehörde (oder die örtlichen Baubehörden?) zudem beschlossen, dass es an der Zeit ist allerlei Straßen aufzugraben, um irgendwelche mysteriösen Dinge zu tun. So hat es seit Montag auf meinem Arbeitsweg plötzlich sage und schreibe 3 Löcher in den Straßen. Wo früher glatter Asphalt und freie Bahn war, staut es jetzt. Danke dafür. So brauche ich keine 15 Minuten mehr zur Arbeit, sondern gute 35*.
Warum um alles in der Welt, kann man diese Baustellen nicht IN den Ferien lostreten und am besten auch fertig stellen? V.a. wenn es relativ kleine sind, die an neuralgischen Kreuzungen sind?? Warum wartet man damit bis die Straßen ohnehin wieder voll sind??? Manchmal kapier’ ich es wirklich nicht…
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* ja ich weiß, mit diesen 35 Minuten bin ich in München noch immer ganz weit vorn…
Gestern haben wir den wackeren Versuch gestartet von unserem geliebten Neuwohnort ins benachbarte Unterföhring zu fahren. Ja, Unterföhring ist da, wo die ganzen Fernsehtypen auch sind. Die interessierten uns aber nicht. Wir brauchten vielmehr was von Obi…
Also rein ins Auto, Navi programmiert und sich von der freundlichen Frau im schwarzen Kästchen zu Obi dirigieren lassen (Ich lasse mir was von einer Frau sagen… Unglaublich!)
Als wir nach ca. 5 Minuten genau hier waren, kam mir das dann doch etwas komisch vor:
Ja, das IST eine geschotterte Straße. Egal. Fahren wir halt mal weiter. Vielleicht weiß das Navi den ultimativen Schleichweg und der geht halt mal ein Stückel über Schotter.
100 Meter weiter, sah es dann so aus:
Schotterstraße und Schlaglöcher, so weit das Auge reicht… Das Navi sagte aber noch immer nix umdrehen…
Blödes Ding.
Jetzt verstehe ich auch, wieso manchmal LKW-Fahrer in engen Innenstädten stecken bleiben oder Rentner über Brücken fahren, die es nicht gibt.
Memo: Auch Navis irren…
Heute kurz nach 13 Uhr war mein Termin in der Innenstadt zu Ende und ich habe mich auf den Heimweg gemacht. Da ich Hunger hatte, bin ich noch schnell am Karlsplatz aus der S-Bahn gehüpft, um in der dort ansässigen Filiale eines weltweit operierenden Burgerimperiums einkehren zu gehen. Danach - so der Plan - ab nach Hause ins Home Office und noch ein bissel was schaffen…
Ich komme aus dem S-Bahn Untergrund und was geht? Eine gar nicht mal soooo schlechte* Coverband spielt sich den Wolf und trällert Spider Murphy Gang (Skandal im Sperrbezirk) und Westerhagen (Es geht mir guuuuuut), Menschen stehen mit Bier und Essen herum und haben einen riesen Spaß. Hallo, es ist Freitag. 13 Uhr. Da arbeitet man? Oder ist das hier die bayrische Gemütlichkeit?
Ich widerstehe dem Impuls mir ein Bier Helles zu kaufen und gehe tapfer weiter. Ein paar Meter weiter, am Marienplatz, trifft mich entgültig der Schlag: Noch eine Bühne, noch eine Band, und noch viel mehr Menschen mit mehr Bier und Essen.
Ich glaub’ ich muss jetzt auch Feierabend machen… Morgen ist das Wetter eh schlecht, da kann man da noch ein bissel was tun.
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* de facto war sie sogar richtig gut!
Die Bayern haben schon ein bissel einen Hau weg. Ein paar Kilometer von meinem neuen Wohnort weg gibt es einen Wasserskipark. Wasserskiwas? Hier werden Menschen mit Brettern unter den Füßen um einen Baggersee herum gezogen und dabei vollführen sie seltsame Dinge im, über und wenn es nicht klappt auch unter dem Wasser.
Wäre ich kein motorischer Legastheniker, würde ich das glatt mal ausprobieren. Das sieht spassig aus.
Die Tage war ich Mittags mit meinem Kollegen beim Bäcker, um etwas Essbares zu organisieren. In der Mensa gab es nämlich nichts, was in diese Kategorie auch nur ansatzweise gepasst hätte…
Beim Bestellen machte ich wahrscheinlich schon den ersten Fehler: Ich bestellte statt einer “Laberkassemmel” einen “Läberkäswecken” und statt einer “Brez’n” “a Brätzl”. Blöd. Die erzbayrische(?) Bäckereifachverkäuferin schaute jetzt noch einen ticken grießgrämiger drein als wenige Augenblicke vorher.
Nach zwei Minuten knallt die “Dame” (?) die Leberkässemmel auf den Tresen und guggt mich mit einem Gesichtsausdruck, den ich hier nicht beschreiben will, fragend an und sagt nichts. Ich: “Und dann noch bitte meine Bretzel”. Das Weib schnaubt (!), verdreht (!!) die Augen und sagt im Umdrehen “Des hätt’st ja au glei sog’n können”(!!!). Die ersten Mitkunden werden schon auf das kleine Schauspiel aufmerksam. Ich (relativ scharf): “Gute Frau, das habe ich ihnen vorhin schon gesagt. Außerdem: was ist Ihr Problem?”. Sie antwortet nicht. Ihre Kollegin beginnt sich bei mir für die “Szene” zu entschuldigen. Das Bäckerweib knallt die Brezel auf die Theke und guggt mich wieder wortlos und mit dem selben Blick wie vorhin an. Nach einigen Sekunden sage jetzt doch etwas genervt: “Was macht das?”. Sie: “Ja wos hos’t den scho zahlt?”. Ich: “Nichts!? Ich will ja zahlen?! Warum hätte ich schon was gezahlt haben sollen? Und außerdem: Sie bedienen mich ja gerade.”.
Mittlerweile gibt es doch schon eine Reihe von Beobachtern dieser Szene. Zwei Frauen hinter mir drehen sich um und sagen deutlich hörbar: “Wir gehen zum andern Bäcker”. Die Kollegin entschuldigt sich nochmals bei mir und in die Runde und kassiert mein Essen, weil die andere es vorgezogen hat zu ihrem Leberkäs zurück zu gehen.
Beim Gehen ruft die dritte Kollegin auch noch ein “Entschuldigung” hinter mir her…
Wenn ich nicht solchen Hunger gehabt hätte, hätte ich spätestens nach den verdrehten Augen den Laden verlassen… Sowas habe ich glaube ich echt nicht erlebt.
Ich muss gestehen: ich bin von meinem Münchener Exil bisher fast schon begeistert. Keine 50 Meter von hier beginnen Felder, man kann schöne Spaziergänge aufs Land unternehmen (späteres Joggen nicht ausgeschlossen), DHL findet mich und liefert absolut lebenswichtige Dinge (Gewürzmühlen), in der Innenstadt gibt es Schuhläden, die das GESAMTE Sortiment meiner Lieblingsmarke* führen und die Wohnung ist obendrein größer als gedacht und der “Anbau” schreitet voran *g*
Mai, so schlimm ist Bayern gar nicht. Sogar vor dem dritten Maß!
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* das “Lieblings” resultiert daher, dass die blöden Dinger wenigstens passen!




































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