Die Geschichte von diesem Film ist schnell zusammengefasst: Allison lernt in einer Kneipe Ben kennen. Beide verstehen sich gut, sind irgendwann tierisch blau, landen in der Kiste und beim “ersten Mal” ist der Braten bereits in der Röhre. Oups! Da beide unterschiedlicher sind als Hund und Katze, müssen sie sich in den kommenden 9 Monaten kräftig zusammenraufen, damit das Baby in eine heile Welt mit Papi und Mami geboren werden kann.
Kann das klappen? Klar: am Ende kriegen sie sich und sind glücklich bis an ihr Lebensende.
Es kommt ziemlich selten vor, dass ich die (sonst meist zutreffenden) Filmkritiken von Filmstarts.de für falsch halte. In diesem Fall ist es aber leider so. Bei Filmstarts wird “Beim ersten Mal” hoch gelobt – immerhin 8 von 10 Punkten. Sie schreiben, dass der Film extrem launig wäre und DER Komödien-Sommerhit überhaupt. Komischerweise schreiben das auch sehr viele andere Magazine, Zeitungen usw.
Haben die alle einen anderen Film gesehen?
Der Film funktioniert auf keiner Ebene, wie ich finde:
Ben ist derart Substandard, dass die ganze Geschichte mehr als unglaubwürdig ist. Keine Frau würde versuchen mit diesem kiffenden Überloser ein Kind großziehen zu wollen! Es sei denn, sie wäre Hals über Kopf in den Typen verliebt und hätte eine rosa Brille mit flaschenbodendicken Gläsern auf.
Genau diese Erklärung funktioniert aber nicht, da Ben und Allison ein derart unglaubwürdiges Paar -jenseits aller sozialen Unterschiede- ergeben, dass es völlig abstruß wirkt, dass beide verliebt sein sollen. Ich hatte nicht eine Sekunde auch nur im entferntesten das Gefühl, dass die Chemie zwischen den beiden (bzw. den Schauspielern) auch nur ein bisschen stimmen könnte.
Das “erste Mal” ist außerdem mit über zwei Stunden viel zu lang geraten. Das liegt daran, dass man krampfhaft versucht hat irgendwelche pseudospassigen Episoden, die neben dem Hauptplot laufen, einzubauen. Diese haben zu allem Übel auch meist nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun und blähen den Film nur unnötig auf. Dazu kommt noch, dass diese Witze meist ziemlich zotig und weit unterhalb der Gürtellinie sind. Nichts gegen Zoten aber in so eine Liebeskomödie, die doch so ein bisschen Romantik versprühen sollt, passt das nicht.
Fazit: Das erste Mal hätte genug sein sollen. 5 von 10 Gummies.
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