Schornsteinfeger, Take 4

Gestern, 10:15, klingelt mein Handy und eine sonore und gleichermaßen vorwurfsvolle Stimme tönt mir entgegen:

Anrufer: “Sie haben mir eine Nachricht hinterlassen und wollten heute um 10 kommen”.

Ops, habe ich einen Termin verpasst? Blick auf den Kalender: da steht “Meeting mit X und Y um 9 Uhr” und X und Y sitzen bereits seit einer Stunde neben mir. Es handelt sich also nicht um diesen Termin. Ich bin beruhigt.

Ich: “Helfen sie mir mal* – wer sind sie denn und um was geht es?”

Anrufer: “Mein Name ist Brunner** und sie haben mir eine Nachricht hinterlassen!”

Ich: “Ööööh? – Wegen was?”

Anrufer: “Na sie wollten vorbei kommen”

Ich (leicht gereizt): “Ja aber weswegen?”

Anrufer (auch leicht gereizt): “Um meinen Kamin zu kehren natürlich!!!”

Ich (genervt): “Oh nääääh – nicht schon wieder!”  …

Nun folgte eine kurze Episode in dem ich dem Menschen erkläre, dass “laufend” bei mir Menschen anrufen, deren Kamin ich kehren soll und ich nicht der Kaminkehrer bin. Ich glaube ich muss langsam aber sicher mal bei meinem “Kollegen” anrufen und den zusammenstauchen *argh*

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* diese Floskel muss ich mir dringlichst abgewöhnen.
** Name von der Redaktion geändert

Der Tag der offenen Tür

Am Samsag war hier an der Uni der jährliche berühmt-berüchtigte Tag der offenen Tür. Berühmt deswegen, weil halb Bayern nach München reist, um die spitzeste Speerspitze der weltweiten Forschung “live” zu begutachten. Berüchtigt, weil die armen wissenschftlichen Mitarbeiter um ihren freien Samstag gebracht werden und (noch viel schlimmer!) mit echten Menschen (von draußen) reden müssen.

Mir fiel irgendwann auf, dass es im Grunde genommen genau 6 Typen von Tag-der-offenen-Tür-Besuchern gibt:

  • Kinder: Sie gucken was es gibt, drücken auf den Knopf, sehen dass das Licht angeht, freuen sich und gehen wieder. Das sind die besten Besucher!
  • Abiturienten: Sie sind wie Kinder, wollen aber zusätzlich eine komplette Studienberatung und das auch noch von mir. Bayern wird daher wahrscheinlich in den nächsten Jahren einen Schwund an Informatik-Studienbeginnern erleben, da ich den Kinderchen von n-dimensionaler Analysis und linearer Algebra erzählt habe. Lustig, wie blass Abiturienten werden können.
  • Studenten: Von denen gibt es zwei Subkategorien: Informatiker und Nicht-Informatiker. Die Informatik-Studenten kommen nicht, weil sie wissen was Informatik ist. Und die Nicht-Informatiker kommen nicht, weil sie Informatik nicht interessiert. Eine alternative Erklärung warum kaum Studenten da waren ist, dass es einfach zu früh war – die lange Nacht der Universitäten wäre das bessere Motto… :-)
  • Otto-Normalbürger: Die kommen gern in Begleitung ihrer Kinder und wollen wenigstens noch anstandshalber hören, warum das Licht angeht. Man erzählt ihnen eine Geschichte vom Klapperstorch, sie sind erfreut und gehen. Klasse!
  • Menschen mit viel Wissen, also “echte” Informatiker mit “wirklichen” Berufen die “reale” Probleme lösen (oder artverwandtes Volk). Diese drücken erst gar nicht auf den Knopf, sondern wollen nur wissen, warum das Licht angeht und fragen auch noch, was der Vorteil ist das Licht so anzumachen und nicht so oder noch schlimmer: Sie diskutieren, warum man überhaupt Licht braucht. Sehr lästig, …
  • Menschen mit gefährlichem Halbwissen: Das sind die absolut schlimmsten. Die drücken auf den Knopf, wollen wissen warum das Licht angeht, verstehen es aber nicht und wollen mit ihrem (gefährlichen Halb-) Wissen von ihrem Nichtverständnis ablenken. Er: Ja und was passiert, wenn so ein öffentlicher Schlüssel in die falschen Hände gerät? Ich: Nichts. Er: Ja doch, dann kann der Angreifer doch seine Mails mit meinem Schlüssel signieren… Ich: Nein. Signiert wird mit dem geheimen Schlüssel. Er: Aber den kennt doch niemand. Der ist doch geheim. Ich: Doch. Der Eigentümer kennt den. Er: Dann verschlüsselt halt der Angreifer seine Mails mit meinem öffentlichen Schlüssel. Ich: Ja und was soll dann passieren? Er: Dann kann niemand mehr meine Mails lesen Ich: Hööööööööööööööööööööööh? Sehr, sehr lästig…

Subsummierend muss ich meinen nicht vorhandenen Hut vor allen Menschen, die öfter als ein Mal im Jahr einen “Tag der offenen Tür” haben oder gar auf einer Messe arbeiten, ziehen… Vergleichbar kaputt kam ich vor ein paar Jahren nach 14 Stunden Festplatten-in-Anlagen-bei-einem-Kunden-wechseln nach Hause. Damals war ich aber wenigstens nicht heiser…

MacOS vergisst Zuordnung Dateityp-Programm

Mein Mac trieb mich in der letzten Zeit zur absoluten Weißglut: Zuordnungen von Dateitypen zu Programmen vergaß das gute Stück in unregelmäßigen Zeitabständen und öffnete Dateien mit völlig sinnlosen Anwendungen. Meine Lieblingskombination war ein Video das mit dem HP Drucker Dienstprogramm geöffnet werden sollte… Daumenkino!?

Auf einem Mac Board wurde mir geraten RCDefault zu testen oder irgendwelche Caches mittels AppleJack zu säubern. RCDefault ist zwar ein sehr gutes Programm, mit dem die Zuordnung Datei-Programm fix vorgenommen werden kann, es half aber nichts.

Abhilfe schafft offenbar der einfachste nur denkbare Trick: Man erzeugt sich ein zweites Benutzerkonto auf der Kiste, kopiert seine Daten um und fertig. Ich habe keine Ahnung was das Problem verursacht hat, durch einen Umzug auf ein neues Benutzerkonto lässt es sich aber offenbar beheben.

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Pandemie – Bist du schon dabei oder sympatisierst du noch?

hazardIch muss sterben. Also nicht heute oder morgen (zumindest, wenn ich nicht aus Langeweile eingehe) aber irgendwann halt mal. Das dumme ist, dass ich jetzt erst einmal mir die Wartezeit bis dahin mit  (Schweine*)-Grippe vertreiben darf. Ok: zumindest die nächsten paar Tage.

Was wollte ich eigentlich schreiben? Ach ja: Es gibt eine nette

Schweinegrippe-Verbreitung-Karte auf Google Maps. Wenn morgen ein Pin irgendwo bei München steckt, bin ich das. Und das da sind die Symptome der Krankheit:

  • plötzlich einsetzendes hohes Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • Husten
  • Schwächegefühl
  • häufig auch: Schnupfen und Halsschmerzen
  • Übelkeit, Durchfall, Erbrechen

Somit hätte ich genügend gesundheitliche Aufklärungsarbeit für heute geleistet und widme mich wieder wichtigen Dingen: Talkshows und Büro-Mails!

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* Nein, ich habe keine Schweinegrippe. Nur eine dumme Sommergrippe *g* Liebe Zeitungsverlage, ihr braucht nicht mehr anzurufen oder Mails zu schreiben…