Neue Scheibeneisart entdeckt!

Sandwich-Eis, das [Sänd'witsch-Eis]: Sandwich-Eis entsteht durch die Kombination einer mit Reif bedeckten Autoscheibe und darauf gefrierendem Regen. Knusprig knirschende Eisklumpen und feinstes Reifkratzvergnügen verbinden sich zu einerm glazialinfernalischen Morgengesamtärgernis der Extraklasse.

Mission MacBook – Phase Zwo

Neuer Anruf beim Apple Store und fröhlich losgemotzt. Lustigerweise war wieder die gleiche nette Dame am Telefon, wie beim ersten Anruf auch. Die erzählte mir, dass das MacBook an sich aus China kommt, mit Drucker und Sleeve in Holland (!) zusammengeführt wird und von dort weiter an mich geht. Das MacBook scheint übrigens gerade in Luxemburg zu sein und es ist GEPLANT, dass es noch heute nach Holland geht. Drucker und Sleeve warten übrigens dort schon. Jetzt bin ich wirklich mal gespannt, wann die Oranjes in die Pötte kommen und die Bestellung nach Bayern schicken.

Mission MacBook – Phase Eins

(Oder: “Die verspätete Begegnung mit der unheimlichen Art”)

Ich habe es getan. Ich habe mir ein MacBook bestellt. Ich bin es nämlich leid mich über Windows XP, Vista oder irgendwelche Linuxe zu ärgern. Ok — ich glaube zwar nicht, dass ich fortan weniger Trouble mit meinem Computer haben werde aber ich will mich endlich mal wieder über etwas neues Ärgern dürfen: Mac OS ;-)

Schon bevor ich mich aber mit dem neuen Macces herumschlagen darf, ärgert mich aber Apples Online Shop bzw. der “Apple Store” – wie es in “Mac-Sprech” heißt: Am 13. habe ich bestellt und das MacBook ist noch nicht hier (Kalendercheck: heute ist der 24.). 11 Tage also. Das ist irgendwie verwunderlich, da es bei der Bestellung hieß, dass das edle Aluteilchen 1 – 3 Werktage nach Bestellung die heiligen Hallen in Cuppertino äääh  der Fabrik in China … ? … ach was weiß ich was wo … verlassen wird und man heute Pakete ganz locker in 4, 5, 6 Tagen um den Globus herum befördern kann (wenn man will).

Sehr “zufriedenstellend” sind auch die Infos, die man so von Apple bekommt: ein paar Tage nach der Bestellung hieß es in einer Mail, dass das MacBook zwischen dem 2. und 12. DEZEMBER (ich hoffe die meinen den Dezember dieses Jahres) geliefert werden wird. Der “Online Order Status” bestätigte mir diese Aussage. Doof.

Da ich aber noch ein tolles Neopren Sleeve und einen (Gratis)Drucker mitbestellt habe und ich vermutete (hoffte), dass eines der beiden Add-Ons die Lieferung wegen längerer Lieferzeit blockt, habe ich beim Apple Store angerufen und gebeten die Teile einzeln und nicht zusammen zu senden. Die freunliche Dame am Telekling versprach mir auch prompt die Lieferung aufsplitten zu lassen und hat eine Beschleunigung der Aluklapprechnerlieferung versprochen. Klingt gut.

Am 20. habe ich eine Mail bekommen in der stand, dass meine Bestellung Nr. Sowieso verschickt wurde. Juhuu! Der Ein-Euro-Anruf beim Store hat sich also gelohnt

Pustekuchen! Ganz weit unten in der Mail steht nämlich auch geschrieben WAS denn nun verschickt wurde: das Neopren-Sleeve und der Drucker. Was will ich mit dem Sch!=?…? Letztere Info ist mir leider aber erst eben aufgefallen, als ich die Mail NOCHMALS gelesen habe…Ein anschließender Blick in die Online Liefer-Verfolgung ließ meine Nackenhaare zu Berge stehen: Der Macces wird immer noch erst zwischen 2. und 12. Dezember angekündigt.

Ein wirklich tolles Bestell-Experience. Ich bin wirklich begeistert…Hoffentlich gibt das kein solches Chaos, wie die Handy-Bestellerei vor einem halben Jahr…

WLAN-Streik?

Ich bin verwirrt. Mehr als verwirrt. Ich habe hier vier Notebooks rumstehen. Alle vier können sich brav zum heimischen WLAN verbinden. Das fünfte Notebook kann sich auch zum WLAN connecten. Aber nur unter Linux. Unter Windows: nein, nope, njet!

Die Vermutung liegt irgendwie nahe, dass der Treiber unter Windows flöten gegangen ist. Nein, falsch!. Zu anderen WLANs verbindet sich das störrische Notebook nämlich brav und ohne Murren. Also ist der Treiber gesund.

Kennt irgendwer so einen Fehler? Und wenn ja, wie kriegt man das hin?? … ich bin verwirrt …

Knofel à la Surprise

Heute habe ich eine vortreffliche neue Möglichkeit kennen gelernt, wie man eine am Vormittag auf’s gründlichste geputzte und wohlriechende Küche in ein stinkendes Schlachtfeld verwandeln kann.

Dazu braucht man nur folgendes:

  • ein Glas mit Schraubverschlüss
  • 2 Knollen frischen Knoblauch
  • Olivenöl
  • einen Kühlschrank
  • 6 Wochen Zeit

… und den guten Vorsatz Knoblauch durch Einlegen in Öl zu konservieren.

Liebe Leser: das ist eine denkbar blöde Idee.

Heute beim Öffnen des “konservierten” und an und für sich wunderbar appetitlich aussehenden Knoblauchgläschens passierte nämlich folgendes: zuerst gab es einen “Plopp”, dann ca. 3 Sekunden später begann der Inhalt des Glases zu sprudeln(!). Zuerst blubberte es nur ein wenig aus einzelnen Zehen, dann blubberte schlagartig die ganze Füllung des Glases. Etwa so, als ob man eine Flasche mit Hefeweizen schüttelt und dann den Kronkorken abmacht. Der geübte Hefeweizentrinker weiß, was jetzt kommt: Schaum. Und exakt den, produzierte auch das Knoblauchglas. Olivenölschaum mit giftigem Knoblauchgammelgas in den Bläschen. Da weder meine Freundin noch ich jemals explodierende Knoblauchdauerkonserven erlebt haben, standen wir beide staunend und mit heruntergeklappter Kinnlade andächtig vor dem auf die Küche schäumenden Glas…

Was ist eigentlich das olfaktorische Pendant zu “Ohren betäubend” oder “Nerven erfetzend”? Nasenschleimhaut zerfressend? Genau so stank jedenfalls das Zeugs… Zum Ko**en!

Eine halbe Flasche Spühli, eine Rolle Küchentücher und diverse Spritzer Spiritus später, war die Arbeitsfläche von der Küche auch wieder sauber, ölfrei und in einem geruchlichen Zustand, der als halbwegs “neutral” bezeichnet werden konnte.

Wichtiges Memo an mich: Knoblauch nicht in Olivenöl einlegen. Es sei denn, man möchte zu hause Tränengas produzieren.

Mission: Leberkässemmel

Die Tage war ich Mittags mit meinem Kollegen beim Bäcker, um etwas Essbares zu organisieren. In der Mensa gab es nämlich nichts, was in diese Kategorie auch nur ansatzweise gepasst hätte…

Beim Bestellen machte ich wahrscheinlich schon den ersten Fehler: Ich bestellte statt einer “Laberkassemmel” einen “Läberkäswecken” und statt einer “Brez’n” “a Brätzl”. Blöd. Die erzbayrische(?) Bäckereifachverkäuferin schaute jetzt noch einen ticken grießgrämiger drein als wenige Augenblicke vorher.

Nach zwei Minuten knallt die “Dame” (?) die Leberkässemmel auf den Tresen und guggt mich mit einem Gesichtsausdruck, den ich hier nicht beschreiben will, fragend an und sagt nichts. Ich: “Und dann noch bitte meine Bretzel”. Das Weib schnaubt (!), verdreht (!!) die Augen und sagt im Umdrehen “Des hätt’st ja au glei sog’n können”(!!!). Die ersten Mitkunden werden schon auf das kleine Schauspiel aufmerksam. Ich (relativ scharf): “Gute Frau, das habe ich ihnen vorhin schon gesagt. Außerdem: was ist Ihr Problem?”. Sie antwortet nicht. Ihre Kollegin beginnt sich bei mir für die “Szene” zu entschuldigen. Das Bäckerweib knallt die Brezel auf die Theke und guggt mich wieder wortlos und mit dem selben Blick wie vorhin an. Nach einigen Sekunden sage jetzt doch etwas genervt: “Was macht das?”. Sie: “Ja wos hos’t den scho zahlt?”. Ich: “Nichts!? Ich will ja zahlen?! Warum hätte ich schon was gezahlt haben sollen? Und außerdem: Sie bedienen mich ja gerade.”.

Mittlerweile gibt es doch schon eine Reihe von Beobachtern dieser Szene. Zwei Frauen hinter mir drehen sich um und sagen deutlich hörbar: “Wir gehen zum andern Bäcker”. Die Kollegin entschuldigt sich nochmals bei mir und in die Runde und kassiert mein Essen, weil die andere es vorgezogen hat zu ihrem Leberkäs zurück zu gehen.

Beim Gehen ruft die dritte Kollegin auch noch ein “Entschuldigung” hinter mir her…

Wenn ich nicht solchen Hunger gehabt hätte, hätte ich spätestens nach den verdrehten Augen den Laden verlassen… Sowas habe ich glaube ich echt nicht erlebt.

U-Bahn Kontrolleure veräppeln leicht gemacht

Am Freitag hatte ich einen Termin an meiner zukünftigen “Wirkungsstädte”. Dummerweise liegt die so weit außerhalb von der Münchener Innenstadt, dass man nicht wie sonst möglich mit der “City-Option” des Bahntickets nach Ankunft in München mit der S/U-Bahn anschließend weiter fahren kann. Man muss statt dessen ein Außenraum-Ticket kaufen. So ein Ticket habe ich mir natürlich auch besorgt, aber -wohl dank extremer Müdigkeit- nicht an den komischen blauen Ka-Tsching Stempeldingern am Abgang zur S/U-Bahn entwertet.

Dumme Sache. Weil mich hat natürlich auf der Heimfahrt ein netter “die-Fahrkarten-bitte-Mensch” kontrolliert. Blöderweise zeigte der sich auch relativ wenig einsichtig und beharrte darauf, dass ein nicht gestempeltes Ticket kein gültiges Ticket wäre und fing schon an mich aufzuschreiben und mir ein 40€ Ticket zu verpassen. Welch Logik dahinter steckt, dass wenn man ein Ticket an einem Automaten kauft, das erst noch entwertet werden muss, ist mir ehrlich gesagt nicht ganz einsichtig… Aber von mir aus.

Mal davon abgesehen, dass ein 40€ Knöllchen ärgerlich ist, finde ich den Tonfall und das Verhalten dieser ach so wichtigen Menschen schlicht und einfach zum Kotzen. Hallo? Ihr habt einen “Schwarzfahrer” erwischt. Nicht Osama bin Laden oder einen andere Top-Terroristen-Liste. In diesem Fall war es zudem wohl eher ein Graufahrer… Ihr habt auch nicht Aids geheilt oder den Krebs besiegt oder eine ewig sauber brennende Energiequelle erfunden. Meine Herrn… Ich hatte daher auch kurzfristig Gewaltphantasien, die jeden Actionfilm in die Kategorie Ü18 gehoben hätten… (Am Vortag hatte ich zufällig “Blade” mit Wesley Snipes gesehen; der Film sorgte für sehr VIEL Inspiration…)

Glücklicherweise ist mir dann aber noch eine Idee gekommen, wie ich mich aus der Situation herauswieseln kann: Ich habe dem Herrn mein Bahnticket von der Herfahrt unter die Nase gehalten. Welches – da wir mittlerweile im Innenraum Münchens waren – auch wieder gültig war. Der Rächer der nicht entwerteten Tickets begann dann zu Fluchen “Warum hoben’s des ned glei’ g’sogt?”. Ich hätte am liebsten geantwortet: “Weil mir erst eben die Idee gekommen ist, wie ich sie verarschen kann und weil wir erst seit eben wieder im Innenraum sind”. In manchen Momenten ist aber Schweigen Gold ;-) und so kam ich auch mit einem leichten Schreck davon *g*

Merke also: An Automaten gekaufte Tickets unbedingt entwerfen. Und zwar an der dafür vorgesehenen Stelle. Steckt man den Streifen wahrscheinlich falsch rum rein, ist es sicherlich auch nicht okay *g*

Mission Call & Surf (II)

Bei meinem letzten glorreichen Telefon-Marathon mit dem magentafarbenen Ex-Telefonmonopolisten habe ich in Erfahrung gebracht, dass es bis zu 6 Tagen dauern kann, bis ein neuer DSL-Anschluss geschalten wird, nachdem der vorhergehende DSL-Anbieter aus der Leitung gegangen ist.

Ich habe aber noch immer keinerlei schriftliche Auftragsbestätigung seitens der T-Com bekommen und noch immer keine definitive Zusage, wann und ob das DSL steht. Also habe ich eben nochmals angerufen. Diesmal war ein netter Herr mit Migrationshintergrund aus einer der Exrepubliken Yugoslaviens am Apparat. Der erzählte mir: “DähEsssLlll wirrrrd am zeeeehnte Juuuulli geschaltän”.

Okay?

Stand letzte Woche war: 1.7. Abschaltung altes DSL + höchstens 6 Werktage Bearbeitungsdauer = allerspätestens Dienstag, 8.7. habe ich wieder DSL. Und jetzt sollen es noch zwei Tage mehr sein!?

Ja danke.

Kaminkehrer – Ein Beruf für Frühaufsteher?

Heute morgen, 6:04, ich liege friedlich schlummernd im Bettchen, da reißt mich mein Handy dank akustischer Anrufmeldung nebst Vibrationsalarm auf Tisch aus den Träumen. Nein, es waren nicht die Damen und Herren von Radio Ton, die mir schon wieder x Tausend Euro schenken wollten, wenn ich ihrern albernen Slogan statt meines lieblichen Nachnamens genannt hätte. Es war die Rebecca Maier. Anhand der Vorwahl im Display habe ich haarscharf darauf schließen können, dass Frau Maier aus Ulm kommt. Daher dachte ich auch zuerst, die Telekom Niederlassung aus Ulm ruft an. (Meine Laune sank auf 0 Kelvin, der Puls stieg auf 220…) Aber nein:

  • Hallo, hier ist Rebecca Maier, ich wollte den Termin bestätigen
  • Welchen Termin? Worum geht es??

Wahrscheinlich aufgrund des nur marginal scharfen und genervten Untertons in meiner Stimme und meiner noch viel weniger verstänligen Reaktion kam die Dame drauf, dass ich nicht ihr eigentlich gewünschter Gesprächspartner sei.

  • Sind sie denn nicht der Kaminkehrer?
  • Nein! Ich bin der, der noch eine Stunde geschlafen hätte, wenn sie mich nicht geweckt hätten.
  • Ja können Sie mir ihre Telefonnummer sagen, damit ich weiß, wo ich angerufen habe?
  • N E I N, garantiert nicht. Sie sind hier falsch. Basta. Und Tschüss.

Ich frage mich jetzt aber, sind Kaminkehrer per se derartige Frühaufsteher, dass Menschen bei denen um 6 in der Früh anrufen können, um irgendwelche Termine zu bestätigen!? Ich finde leicht seltsam…?

Mal schaun, was der Tag sonst noch so bringt. Meine Laune hat sich jedenfalls schlagartig gebessert, nachdem mein Mail-Client sämtliche Mails von meinem Chef in den Spam-Ordner verschoben hat. Braver Mail-Client!