Supper at Google’s

Öfter mal was neues: Heute Abend war ich bei Google beim Abendessen. Äh: bei einem Tech Talk. Und danach gab’s halt auch noch lecker Schnittchen, Kuchen, Wein und Bier.

Viel interessanter als den Talk selbst, fand ich so ein bisschen in die Firma zu schnuppern. Besonders beeindruckend fand ich, wie gut die Mitarbeiter von Google versorgt werden. Essen und Trinken sind kostenlos und scheinen quasi unbegrenzt verfügbar. Ich habe sogar Helles und Pinot Grigio in den Kühlschränken gesehen (und auch eine coole Bionade-Abart aus GB. Sehr lecker). Und pro 10 Mitarbeiter scheint es einen Kaffee-Vollautomaten mit Auto-Cappu-Funktion zu geben. Zusätzlich gibt es zur Entspannung und für Pausen nette Ecken in Gemeinschaftsräumen mit Playstation, Massagesessel und Schoki. Und statt auf die gegenüberliegende Gebäudefassage wie bei uns blickt man nett auf die Münchener Innenstadt. Fancy.

Ich muss mal mit dem Chef reden. Vielleicht können wir auch den Pinot Grigio einführen. So kann man sich wenigstens die Aussicht schön trinken. ;-) Prost!

Gewitter-Chaos am Flughafen Stuttgart

Oder: Dinge die die Welt nicht braucht – Heutige Episode: “Unwetter beim Landeanflug”.

Mai oh Mai! Was für ein Tag. Heute kurz vor 18:00 sind wir von Kopenhagen zurück nach Stuttgart geflogen. In Kopenhagen war das Wetter -wie die letzten beiden Tage auch- traumhaft.

(Links im Hintergrund ist übrigens die Brücke über den Öresund zu erkennen; auch möchte ich auf die geringe Größe des Fliegers hinweisen…)

Zu Hause in Stuttgart sah es dann so aus:

(Die 747 der Thai Air gehört übrigens -wenn ich recht liege- nicht auf den Flughafen Stuttgart. Die ist wohl außerplan hier gelandet. Wahrscheinlich war das Gewitter anderswo noch schlimmer!? Keine Ahnung)

Es war jedenfalls ekliges Wetter, verdammt ekliges Wetter: Gewitter, Sturm, Starkregen. Dementsprechend war auch der Landeanflug in dem kleinen Hüpfer… Nach anfänglichen 20, 30 Minuten Kreisen und üblem Geschaukle (“Ich bin zu jung zum Sterben”) waren wir jedenfalls irgendwann endlich unten. Bloß gut, dass wir in der Holzklasse auf dem Flug keine Getränke bekommen haben. Sonst wäre vielleicht das ein oder andere Tröpfchen in die Hose gegangen ;-)

Unten angekommen erwartete uns aber ein neues, und völlig nervtötendes Happening: Auf den Bus warten! Ich habe schon viel auf Busse gewartet und auch schon lange. Aber noch nie in Flugzeugen. Und schon gar keine geschlagenen ZWEI Stunden!

Lt. den Lautsprecherdurchsagen ist es nämlich für Menschen zu gefährlich, sich außerhalb des Flugzeugs bzw. eines anderen Fahrzeuges (–> Faraday’scher Käfig) auf dem völlig ebenen Rollfeld eines Flughafens aufzuhalten. Man könnte ja vom Blitz erschlagen werden. (Wobei das wenigstens kurz und schmerzlos gewesen wäre. In Flugzeugen an klaustrophobischen Anfällen zu sterben ist nämlich unangenehmer). Und leider muss man ja raus aus dem Flieger und rein in den Bus. Blöd.

Also warten.

Als nach zwei Stunden das blöde Gewitter noch immer nicht ganz um war, hat man sich dann doch entschlossen die Leute aus dem Flugzeugs rauszuholen – wahrscheinlich gingen die Getränke für die erste Klasse aus.

Spassigerweise wurden die Leute sogar einzeln (!) “evakuiert”. So ist dann also jeder von uns einzeln und gebückt (“we suggest to walk ducked down”) zum Bus gespurtet. Was ein Spaß.

Was ich aber noch viel cooler fand, war, dass die Damen und Herren in der 1. Klasse während des Bus-Wartens mit Essen und Trinken versorgt wurden. Wir nicht. Wir haben nix bekommen.

Sehr, sehr geil. Sekt, Bier, Schnittchen.

Froh endlich draußen und im Flughafen zu sein, stellte sich natürlich die Frage, was mit dem Gepäck passiert. Wenn die jedes Gepäckstück einzeln und in gebückter Haltung in den Fliegerhafen transportieren, dauert das ewig.

Yes, it does! Und zudem muss wohl ein Blitz für einige Zeit die Stromversorgung des Flughafens lahm gelegt haben – sowas habe ich zumindest mir von einem anderen Reisenden sagen lassen. Mitbekommen habe ich es nicht direkt. Lange Rede, kurzer Sinn:

Hunderte Leute warteten auf tausende Gepäckstücke und das nochmals stundenlang. Bei uns plumpste der Koffer nach ca. 1 1/2 Stunden vom Band. Bombastisch… Ich bin sicher, jetzt warten immer noch Leute auf ihre Koffer…

Aber schön war’s trotzdem: Schlafende Menschen auf Rollbändern habe ich noch nie gesehen.

Wir halten also fest:

Flugzeit Copenhagen – Stuttgart: ca. 1 1/2 Stunden

Flugzeug – Bus – Gepäck – Auto: 3 1/2 Stunden.

Ganz große Nummer. Ganz groß!

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PS: Falls jemand über den Text stolpert, der das auch erlebt hat, … Tipp ein Kommentar; Weitere Details interessieren mich…!

PPS: Link zu den entsprechenden “offiziellen” Nachrichten

PPPS: Und noch was zum Thema.

München

Mal wieder ein paar Bildchen aus München. Diesmal sogar mit einer “richtigen” Kamera geknipst, nicht wie sonst mit dem Handy.

Irgendwo am Sendlinger Tor

Assam Kirche

Synagoge – sehr stylisch

Irgendwo in der Innenstadt – Blick zur Theatinerkirche

Der Bayrische …? … Dingenskirchen… ? Mist, jetzt fällt mir das Wort nicht ein. Stoiber was jedenfalls here ;-)

Beim Residenzgarten

Kleinhesseloer See im Englischen Garten

What? Nie gehört (und nie getrunken)

Salzburg (Do and Don’t Do)

Ich glaube ich muss jetzt doch noch ein paar Dinge mehr zum Salzburg-Trip schreiben… Und zwar über die einzelnen Sehenswürdigkeiten bzw. die Sachen, die in den Reiseführern als des Ansehens würdig angepriesen werden!

Die Festung
ist ganz klar ein Tipp. Um die wird man auch überhaupt nicht herumkommen und wenn man es doch tut, ist man schön blöd. Mit einer Zahnradbahn geht es fix hoch und auch genau so schnell wieder runter. Von oben bietet sich ein toller Ausblick auf die Stadt und auch die Festung an sich ist sehenswert. Teile davon sind ein Museum, andere Teile können einfach so besichtigt werden.

Der Dom mit dem Dom-Museum
sind ebenfalls klare Tipps. Das Dommuseum war für mich v.a. deswegen (aber nicht nur) interessant, weil man beim Rundgang durch das Museum auf die Orgelempore des Doms kommt. Von dort aus bietet sich ein beeindruckender Ausblick auf die darunterliegende Domhalle. Ansonsten kann man eine große Menge kostbarer Kirchenschätze und katholischer Kultgegenständen betrachten, deren Sinn mir als Falschgläubiger verborgen bleibt.

Mozart’s Wohnhaus
sollte man wahrscheinlich gesehen haben, wenn man in Salzburg war. Die Ausstellung dort wird (wie in Salzburg fast überall üblich) durch sog. Audioguides anschaulich und interessant erklärt. (Die Audioguides sind so etwas wie mp3-Player die durch ein Museum führen.) Ein ganz klares “Don’t Do It” ist aber imho das Haus in dem Mozart geboren („Mozart Geburtshaus“) wurde. Die Ausstellung darin ist wenig interessant und auch  nicht so schön aufgearbeitet wie im Wohnhaus. Das Geld für den Eintritt (falls man keine Salzburg Card hat) kann man sich sparen.

Die Alte Residenz mit der Residenzgalerie
Die Prunkräume der Residenz sind ein absolutes Highlight in Salzburg. Wie so oft, wird der Besucher mit den Audioguides durch die Räumlichkeiten geführt und bekommt Erklärungen. Die Pracht einiger Räume sucht seinesgleichen. Absolut klasse! Die Residenzgalerie ist ein Museum, in dem viele alte “Schinken” (einige davon aber sehenswert; u.A. ein Rembrandt), hängen. Auch hier hat mich wieder besonders gefreut, dass man auf eine Art Dachterrasse gelangen kann, von der sich ein toller Ausblick auf den Domplatz bietet.

Salzburg Museum
wird als das neue Highlight angepriesen und ist in der Neuen Residenz angesiedelt. Das Museum ist topmodern  (eröffnet 2007), die Exponate sind toll präsentiert aber mich persönlich hat das Museum nicht sonderlich gekickt. Der etwas merkwürdige Mix aus Beiträgen zu bekannten Persönlichkeiten der Stadt, antiken Fundstücken und moderner Kunst kann man sich imho schenken.

Die Getreidegasse
ist DIE Haupteinkaufsstraße in Salzburg. Hier steppt tatsächlich der Bär und Menschenmassen schieben sich die Straße hoch- und runter. Die Geschäfte reichen von Restaurants über Imbisse bis hin zu exklusiven Schmuck- und Bekleidungsläden. Besonders klasse fand ich die schönen Schilder vor den Läden. Sehr reizvoll.

Der Petersfriedhof
soll einer der schönsten Friedhöfe der Welt sein. Falls ich also demnächst abtrete, verbuddelt mich bitte da. Mit auf dem Gelände des Friedhofs sind die Katakomben. Irrtümlicherweise habe ich Stollengänge erwartet, die tief hinab in den Fels führen und man kann verblichene Knochen guggen. Falsch. Die Katakomben führen zwar in den Fels, aber komischerweise hinauf. Oben angekommen kann man (ihr erratet es sicherlich) wunderbar auf den Friedhof herab blicken. Sinn der Katakomben war wohl, dass vor hunderten vor Jahren im Fels ein verborgener Ort erschaffen wurde, um dort die ersten christlichen Messen abzuhalten.

Last not least noch einige Takte zu Restaurants: Im Reiseführer waren einige Lokalitäten angegeben, die von zünftig bis hin zu exquisit reichen.

Ein eher exquisites Restaurant ist das „Herzl“. Es gehört zu DEM Salzburger Restaurant Hirsch und wird von den Reiseführern als low-budget Ableger des Hirschen beschrieben (wobei low-budget immer noch relativ teuer ist). Ist man erst einmal durch den etwas unschönen (Neben)Eingang (wirkt etwas wie ein Dienstboteneingang) hindurch, sitzt man stilvoll in einem außerordentlich hübsch eingerichteten Gastraum. Das Essen (zumindest das, was ich gegessen habe), war okay, aber bei weitem nicht perfekt. Zudem empfand ich die Bedienung als wenig höflich.

Am nächsten Tag waren wir im „Wilden Mann“, wohl eine der ältesten Wirtschaften in Salzburg und auch eine der urigen. Das Essen dort war gut und preislich moderater als im Herzl.

Der letzte Tag brachte das beste Restaurant der Reise: Und zwar „Der Alte Fuchs“. Das etwas von der Getreidegasse entfernt gelegene Wirtshaus ist preislich ähnlich wie der Wilde Mann, man kann in einem gemütlichen Gastgarten sitzen und man bekommen gutes Essen.

(Bilder kann ich gerade keine hochladen, weil ich im Hotel sitze und per Handy-Modem unterwegs bin – wäre doch ein bisserl teuer!)

Salzburg

Puh. Städtetrips sind alles andere als Urlaub. Vielmehr eher harte Arbeit. Als fleißiger Touri spurtet man nämlich von Location zu Location und versucht all das, was eine Stadt so ausmacht in sich aufzusaugen. Nur nichts verpassen ist die Directive…

Naja, ganz so schlimm war mein/unser Trip nach Salzburg nicht. Aber dennoch anstrengend. Ich hätte nicht gedacht, dass die kleine Stadt -bzw. der kleine Altstadtteil davon- tatsächlich genügend Dinge zum Guggen für ganze drei Tage bietet. Aber weit gefehlt. In Salzburg könnte man eine Woche zubringen, wenn man möchte und es würde nicht langweilig (vorausgesetzt man hat etwas für winklige Städte, alte Gemäuer und schöne Parkanlagen übrig).

Sehr (Geldbeutel) freundlich finde ich übrigens, dass Salzburg eine Art “Sightseeing Flatrate” anbietet: Mit der sog. Salzburg Card hat man 72 Stunden freien Eintriff in mehr oder weniger alle Sehenswürdigkeiten der Stadt und einige im Umkreis. Für 36€ ist die Karte auch noch recht günstig bzw. “amortisiert” sich sehr fix, wenn man bedenkt, dass die meisten Museen etc. Eintrittspreise von 6 – 8 € hätten. Bucht man die Salzburg Card zusammen mit einem Hotel, wird’s nochmal günstiger.

Im Folgenden ein Paar Impressionen aus Salzburg – weitere Beiträge nicht ausgeschlossen…

Festung Salzburg und der Dom vom Monchsberg bei einbrechender Dämmerung geschossen.

Blick die Salzach entlang bei Dämmerung

Prunkräume der Residenz

Blick von der Residenz herab auf den “Fiakerparkplatz”

Malerische Seitengässchen, genannt “Durchhäuser”

Schloss Hellbrunn mit seinen Wasserspielen.

Noch mehr Gässchen und versteckte Winkel. Malerisch!

Ich war ganz selten in einer Stadt, die mir so gefallen hat bzw. in einer, in der ich mich so fix wohl gefühlt habe. Salzburg ist wirklich traumhaft…

Bundesbahn-Bingo

Eben bin ich auf ein neues Spielchen gekommen: Bundesbahn-Bingo (hat nix mit Bullshit-Bingo zu tun):

Vor Abfahrt des Zuges dürfen alle Mitreisende tippen, wann der Zug tatsächlich ankommt. Wer den besten Tipp abgibt, darf sich einen Keks nehmen :D

(Schade nur, dass ich jetzt gleich allein nach München fahre. Ich tippe aber trotzdem mal, so gewinne ich auch garantiert den Keks).

Ich tippe auf 15:34 reale Ankunftszeit statt 15:16 für den IC 2569