Tag Archive for 'österreich'

Salzburg (Do and Don’t Do)

Ich glaube ich muss jetzt doch noch ein paar Dinge mehr zum Salzburg-Trip schreiben… Und zwar über die einzelnen Sehenswürdigkeiten bzw. die Sachen, die in den Reiseführern als des Ansehens würdig angepriesen werden!

Die Festung
ist ganz klar ein Tipp. Um die wird man auch überhaupt nicht herumkommen und wenn man es doch tut, ist man schön blöd. Mit einer Zahnradbahn geht es fix hoch und auch genau so schnell wieder runter. Von oben bietet sich ein toller Ausblick auf die Stadt und auch die Festung an sich ist sehenswert. Teile davon sind ein Museum, andere Teile können einfach so besichtigt werden.

Der Dom mit dem Dom-Museum
sind ebenfalls klare Tipps. Das Dommuseum war für mich v.a. deswegen (aber nicht nur) interessant, weil man beim Rundgang durch das Museum auf die Orgelempore des Doms kommt. Von dort aus bietet sich ein beeindruckender Ausblick auf die darunterliegende Domhalle. Ansonsten kann man eine große Menge kostbarer Kirchenschätze und katholischer Kultgegenständen betrachten, deren Sinn mir als Falschgläubiger verborgen bleibt.

Mozart’s Wohnhaus
sollte man wahrscheinlich gesehen haben, wenn man in Salzburg war. Die Ausstellung dort wird (wie in Salzburg fast überall üblich) durch sog. Audioguides anschaulich und interessant erklärt. (Die Audioguides sind so etwas wie mp3-Player die durch ein Museum führen.) Ein ganz klares “Don’t Do It” ist aber imho das Haus in dem Mozart geboren („Mozart Geburtshaus“) wurde. Die Ausstellung darin ist wenig interessant und auch  nicht so schön aufgearbeitet wie im Wohnhaus. Das Geld für den Eintritt (falls man keine Salzburg Card hat) kann man sich sparen.

Die Alte Residenz mit der Residenzgalerie
Die Prunkräume der Residenz sind ein absolutes Highlight in Salzburg. Wie so oft, wird der Besucher mit den Audioguides durch die Räumlichkeiten geführt und bekommt Erklärungen. Die Pracht einiger Räume sucht seinesgleichen. Absolut klasse! Die Residenzgalerie ist ein Museum, in dem viele alte “Schinken” (einige davon aber sehenswert; u.A. ein Rembrandt), hängen. Auch hier hat mich wieder besonders gefreut, dass man auf eine Art Dachterrasse gelangen kann, von der sich ein toller Ausblick auf den Domplatz bietet.

Salzburg Museum
wird als das neue Highlight angepriesen und ist in der Neuen Residenz angesiedelt. Das Museum ist topmodern  (eröffnet 2007), die Exponate sind toll präsentiert aber mich persönlich hat das Museum nicht sonderlich gekickt. Der etwas merkwürdige Mix aus Beiträgen zu bekannten Persönlichkeiten der Stadt, antiken Fundstücken und moderner Kunst kann man sich imho schenken.

Die Getreidegasse
ist DIE Haupteinkaufsstraße in Salzburg. Hier steppt tatsächlich der Bär und Menschenmassen schieben sich die Straße hoch- und runter. Die Geschäfte reichen von Restaurants über Imbisse bis hin zu exklusiven Schmuck- und Bekleidungsläden. Besonders klasse fand ich die schönen Schilder vor den Läden. Sehr reizvoll.

Der Petersfriedhof
soll einer der schönsten Friedhöfe der Welt sein. Falls ich also demnächst abtrete, verbuddelt mich bitte da. Mit auf dem Gelände des Friedhofs sind die Katakomben. Irrtümlicherweise habe ich Stollengänge erwartet, die tief hinab in den Fels führen und man kann verblichene Knochen guggen. Falsch. Die Katakomben führen zwar in den Fels, aber komischerweise hinauf. Oben angekommen kann man (ihr erratet es sicherlich) wunderbar auf den Friedhof herab blicken. Sinn der Katakomben war wohl, dass vor hunderten vor Jahren im Fels ein verborgener Ort erschaffen wurde, um dort die ersten christlichen Messen abzuhalten.

Last not least noch einige Takte zu Restaurants: Im Reiseführer waren einige Lokalitäten angegeben, die von zünftig bis hin zu exquisit reichen.

Ein eher exquisites Restaurant ist das „Herzl“. Es gehört zu DEM Salzburger Restaurant Hirsch und wird von den Reiseführern als low-budget Ableger des Hirschen beschrieben (wobei low-budget immer noch relativ teuer ist). Ist man erst einmal durch den etwas unschönen (Neben)Eingang (wirkt etwas wie ein Dienstboteneingang) hindurch, sitzt man stilvoll in einem außerordentlich hübsch eingerichteten Gastraum. Das Essen (zumindest das, was ich gegessen habe), war okay, aber bei weitem nicht perfekt. Zudem empfand ich die Bedienung als wenig höflich.

Am nächsten Tag waren wir im „Wilden Mann“, wohl eine der ältesten Wirtschaften in Salzburg und auch eine der urigen. Das Essen dort war gut und preislich moderater als im Herzl.

Der letzte Tag brachte das beste Restaurant der Reise: Und zwar „Der Alte Fuchs“. Das etwas von der Getreidegasse entfernt gelegene Wirtshaus ist preislich ähnlich wie der Wilde Mann, man kann in einem gemütlichen Gastgarten sitzen und man bekommen gutes Essen.

(Bilder kann ich gerade keine hochladen, weil ich im Hotel sitze und per Handy-Modem unterwegs bin – wäre doch ein bisserl teuer!)

Salzburg

Puh. Städtetrips sind alles andere als Urlaub. Vielmehr eher harte Arbeit. Als fleißiger Touri spurtet man nämlich von Location zu Location und versucht all das, was eine Stadt so ausmacht in sich aufzusaugen. Nur nichts verpassen ist die Directive…

Naja, ganz so schlimm war mein/unser Trip nach Salzburg nicht. Aber dennoch anstrengend. Ich hätte nicht gedacht, dass die kleine Stadt -bzw. der kleine Altstadtteil davon- tatsächlich genügend Dinge zum Guggen für ganze drei Tage bietet. Aber weit gefehlt. In Salzburg könnte man eine Woche zubringen, wenn man möchte und es würde nicht langweilig (vorausgesetzt man hat etwas für winklige Städte, alte Gemäuer und schöne Parkanlagen übrig).

Sehr (Geldbeutel) freundlich finde ich übrigens, dass Salzburg eine Art “Sightseeing Flatrate” anbietet: Mit der sog. Salzburg Card hat man 72 Stunden freien Eintriff in mehr oder weniger alle Sehenswürdigkeiten der Stadt und einige im Umkreis. Für 36€ ist die Karte auch noch recht günstig bzw. “amortisiert” sich sehr fix, wenn man bedenkt, dass die meisten Museen etc. Eintrittspreise von 6 - 8 € hätten. Bucht man die Salzburg Card zusammen mit einem Hotel, wird’s nochmal günstiger.

Im Folgenden ein Paar Impressionen aus Salzburg - weitere Beiträge nicht ausgeschlossen…

Festung Salzburg und der Dom vom Monchsberg bei einbrechender Dämmerung geschossen.

Blick die Salzach entlang bei Dämmerung

Prunkräume der Residenz

Blick von der Residenz herab auf den “Fiakerparkplatz”

Malerische Seitengässchen, genannt “Durchhäuser”

Schloss Hellbrunn mit seinen Wasserspielen.

Noch mehr Gässchen und versteckte Winkel. Malerisch!

Ich war ganz selten in einer Stadt, die mir so gefallen hat bzw. in einer, in der ich mich so fix wohl gefühlt habe. Salzburg ist wirklich traumhaft…

Lünersee bei Brand (Vorarlberg / Österreich)

Hier ein paar Bilder von einer Wanderung in der letzten Woche hoch zum Lünersee (in der Wiki findet man auch alles…)…


Laschis nehmen den “Lift”, um hoch auf den See zu kommen…


“Hoch” ist übrigens auf dem Berg links. Gut 400 Meter weiter oben. Geht ja.


Harte Frauen (und Männer ;-) ) nehmen nicht den Lift, sondern laufen. Wenn es sein muss sogar 45° steile Geröllfelder hoch. An dieser Stelle auch noch einen herzlichen Dank an die Österreichischen Schildchen-Aufsteller…


… es hätte nämlich auch einen einfacheren, befestigten Weg nach oben gegeben - wie man hier sieht. Leider war der am Parkplatz nicht ausgeschildert!


Idyllisch! Ein Bächlein *g*


Das Schild hier klang nach viel Spaß…! ;-) Als uns ein paar Meter weiter eine hysterische Frau (”Ich muss jetzt von dem Berg runter” - “Das ist ja kriminell hier”) mit ihrer Family entgegen kam, fand ich das nicht mehr ganz so komisch…


Komisch allerdings war, dass die arme Frau keine 50 Höhenmeter unterhalb vom Ziel umgekehrt ist. Und die 50 Meter waren verglichen mit dem Geröllfeld geradezu pillepalle ;-)


Nett, ne??


Hat auch was!


… Rundweg um den See …


… noch mehr Rundweg …


… viel mehr Rundweg …


… der Rundweg macht ein paar Höhenmeter gut …


Memo an mich: Fragen was das Hüttchen kostet. Escapismus in Reinkultur!


Splitted Personality.


Die Douglas Hütte am See (und zugleich die Bergstation der Seilbahn)


Auf dem Weg nach unten. Diesmal aber in der Seilbahn. Ja. Wir sind lasch. Aber wir müssen ja auch zu der Hütte, in der wir die Woche über gewohnt haben, erst wieder 400 Meter aufsteigen…