Ich mag Microsoft und die Produktaktivierung via Telefon

Hat jemand in den letzten Wochen schon mal Windows XP telefonisch aktivieren wollen? Ja…? Dann ist dir sicher aufgefallen, dass sich die Microsoftler einen gaaaaanz fiesen, neuen Trick einfallen haben lassen, um die Menschheit zu nerven.

Früher brabbelte die Stimme vom Band: Guten Tag, sie sind mit der MS Produktaktivierung verbunden. Wenn sie ihr Produkt aktivieren wollen, drücken sie 1

Hier habe ich mich schon immer gefragt: Weswegen würde ich denn sonst anrufen…?? Weil ich nichts besseres zu tun habe? Bestimmt nicht.

Ich habe schon viele, viele, viele XPs telefonisch in meinem Leben aktivieren müssen (geht bei Kundenrechnern im Büro leider nicht anders, da ich die nicht ans Netz nehmen kann darf) und daher kenne ich die Tasten auswendig und im Schlaf. Das ist nicht gut, wenn sich die Bandansage ändert!

Die gleiche Stimme wie sonst immer sagt: Guten Tag, sie sind mit der MS Produktaktivierung verbunden. Wenn sie an der Kundenumfrage teilnehmen wollen, drücken sie 1, falls nicht die Raute-Taste …

Ratet mal, was ich kurz nach Guten Tag gedrückt habe (der Mensch ist ja ein Gewohnheitstier): 1. Danach hört man eine Stimme vom Band die freundlich auffordert: “Sprechen Sie bitte ihre Telefonnummer aufs Band, ein MS Mitarbeiter wird sie zurück rufen”. Dazu hatte ich nun überhaupt gar keine Lust und außerdem hat mich diese hinterfotzige retrovaginale Nummer ein bissel aufgeregt.

Wer macht mit und labert denen die “Frank geht ran” – Nummer (0 163) 1 73 77 43 oder (0 157) 73 89 85 40 aufs Band!? Einfach kostenlos das MS Produktaktivierungsdingenskirchen anrufen, Telefonnummer: (0800) 2848283 und 1 drücken …

Viel Spaß und richtet auch liebe Grüße von mir aus ;-)

Alternative Problemlösungsstrategien

Oder: Spiegel-Leser tragen mehr!

Hat jemand von euch geschätzen männlichen Lesern schon mal versucht eine brauchbare Tasche zu kaufen? Also keine Aktentasche, keine Notebooktasche, keine Reisetasche, keine Sporttasche, keine Beischlaf-Beutel (für Shorts, Shirt, Schampus, Zahnbürste und Kondome) sondern so eine Art Pendant zur weiblichen Handtasche!? Ein Ding, in das man Handy, Autoschlüssel, Regenschirm, Kippen (falls benötigt) und auch mal ein Buch und ein paar Schreibsachen werfen kann? Sozusagen die Alternative zur ausgebeulten Hosentasche?? Die Emanzipation des Mannes von der Frau (Kein: “Schatz, kannst du das mal bitte in deine Tasche tun!?”)???

Ich glaube das ist eine ab-so-lu-te Marktlücke. Zumindest in meinem geliebten Heimatland Reutlingen scheinen sämtliche Läden, in denen man sackförmige Trageprodukte mit Umhängefunktion käuflich erwerben kann, genau sowas, das mir vorschwebt, nicht zu führen. Das gibt es einfach nicht. Statt dessen drücken einem völlig schockierte Verkäuferinnen (“ein Typ will eine Tasche kaufen, das ist jetzt aber abnormal….”) alle möglichen komischen Taschen (Kulturbeutel, Bordtaschen fürs Flugzeug, usw…) oder abstrus große und nicht minder teure Rucksäcke mit etwa 32 Fächern, innenliegender Notebooktasche und außenliegendem Ipod-Fach in die Hand. Die Dinger haben dann Dimensionen, dass man locker einen zweiwöchigen Trip durch Nepal damit bestreiten könnte. Im nächsten Laden bekomme ich sogar eine Tasche in die Hand, die man nicht einfach so umhängen kann, sondern in die man einsteigen muss. “Bodybag nennt sich das”, wurde mir erklärt. Ein klassischer Fall für einen sehr misslungenen Neologismus. Ich will die Verkäuferin schon fragen, was man mit der restlichen Leiche machen soll, weil in den Bodybag ja höchstens der Kopf reinpassen würde, lasse es aber doch. Letzte Hoffnung: Internet. Dort gibt es für die Winzigkeit von 300€ cremefarbige Täschchen, die wie ein Pistolenholster unter der Jacke getragen werden können. Etwas derartig doofes habe ich noch nicht gesehen. Aber es gibt auch zugegebenermaßen recht coole Taschen aus alten LKW-Planen, die im Prinzip gar nicht verkehrt sind, aber 150€ kosten und so weiter und so weiter… Ich gebe auf. Ich schwenke die weiße Flagge. Ich beule meine Hose weiter aus.

Eine Stunde später sehe ich auf Spiegel online, dass Spiegel jetzt auch Taschen, Radios und Armbanduhren verkauft! Eine der Taschen gefällt mir sogar! Der Preis stimmt auch – ich meine für 19,90€ kann man doch nichts sagen!? Und zusätzlich bekommt man auch noch 13 Ausgaben vom Spiegel geschenkt. Gut. Die hätte ich jetzt nicht gebraucht, aber einem geschenkten Barsch, schaut man ja nicht ins Maul. Also: gleich mal bestellt…!

Letzten Freitag kam dann meine Tasche in einem winzigen Transport-Karton…

… und siehe da: Das Ding ist tatsächlich ganz passabel.

Wichtiges Memo an mich: Manchmal muss man ein Problem einfach etwas anders angehen, um es zu lösen! *lach*

Superklasse ole, ole Reloaded: Die Kraft der 80 Umdrehungen

Heute an Tag zwei meines unfreiwilligen Bett-Sit-Ins geht es mir …? Ja wie denn? Auch nicht besser. Großer Vorteil gegenüber gestern: Das Fussballspiel ist vorbei. Nachteil: Mein Husten erzeugt Windböen der Windstärke 8. Als ich vorhin mal kurz draußen auf dem Balkon war, habe ich versehentlich eine Amsel vom Ast gehustet. Sorry. Und das arme Kind, dass ein paar Häuser weiter Flöte übt (“Hääänsel uuund Greeeeetel vergiiiingen sich im Waaaald”) kommt auch ständig aus dem Takt. Aber egal. Flöte ist eh Scheiße.

Mein Schnupfen ist aber welt-klas-se! Ich habe innerhalb 24 Stunden meinen Papierkorb (30cm hoch, 29cm Durchmesser, $latex (pi \cdot radius^2) \cdot hoehe \approx 20l$) mit “gebrauchten” Papiertaschentüchern vollbekommen… Wieder ein Regenwald weniger. Ich muss nachher unbedingt mal ausrechnen, wie viele Taschentücher das waren und das Ergebnis mit der durchschnittlichen “Schneuzmenge” multiplizieren. Was kommt wohl aus der Nase pro Schneuzer raus? 5ml…?

Apropos widerlich: Geduscht habe ich heute auch nicht. Bringt ohnehin nichts (da extreme Schweißausbrüche) und außerdem war mir heute morgen noch schwindliger als gestern. Ich habe mir zwar noch kurz überlegt, ob ich einen Hocker in die Dusche stelle… Aber das war mir zu doof. Daher: Schottenwäsche mit Waschlappen und Deo tut’s auch zur Not.

Wieder ab ins Bett bis 11. Dann hatte ich genug und ich habe einen Ausflug gemacht: Zum Medizinschrank. Da MUSS doch noch irgendwas drin sein, dass man sich einwerfen kann, damit es einem besser geht. Und tatsächlich: Ich finde eine mysteriöse Flasche auf der “Klosterfrau Melissengeist” steht und drunter eine ellenlange Liste, wofür das alles toll ist. Und da steht unter anderem: “Erkältungen, Atembeschwerden und Druck im Kopf”. Bingo. Schlimmer kann es nicht werden.

Ich lese kurz den Waschzettel. Da steht: “Anwendung: bis zum ersten Strich der Messkappe Klosterfrau einfüllen, dann bis zum zweiten Strich mit Wasser auffüllen, trinken”. Von mir aus! Die Klostertanten sollten unbedingt “umrühren” noch vor “trinken” mit auf die Liste setzen. Warum? Weil oben im Messbecher das blöde Wasser und unten der ganze Schnaps war. Eine Vermischung hat quasi NICHT stattgefunden. Das wusste ich aber nicht.

“Auf ex”! Erst floss Wasser (auch noch lauwarmes!) und dann ganz, ganz leicht verdünnter, 80%iger Schnaps. Leck’ mich an de Föös! Da tun die Nonnen immer so scheinheilig und dann das Gebräu! Hat jemand eine grobe Vorstellung, wie sich 80%iger Schnaps in einem pavianarschroten Rachen anfühlt? Nicht gut. Gar – nicht – gut! Nach zwei Minuten Husten und Japsen ging es auch schon wieder. Das seltsame ist, dass ich seit dem kein Halsweh mehr habe. Ich sag’s euch: Das Zeug tötet alles! Wahrscheinlich kann man damit auch alte Möbel abbeizen und sein Auto betanken.

Wieder ab ins Bett. Spannend! Also was machen um nicht rammdösig zu werden? Surfen – Notebook sei dank! Irgendwann kurz vor dem Abendessen hatte ich YouTube durch und mir wurde langweilig. Was machen!? Eine Runde durchs Haus drehen. Spazieren gehen, quasi. Toll! Dummerweise kam ich an einem Spiegel vorbei und habe meine Frisur gesehen: Oben waren alle Haare platt zusammengedatscht und seitlich standen rings um den Kopf herum alle Haare im perfekten 90 Grad-Winkel vom Kopf ab. So Scheiße sehen noch nicht einmal die Menschen aus, die man sonst aus Unisex-Friseurstudius herauskommen sieht.

Ich bin eitel. Und obwohl ich nur im Haus rumhänge musste dieser Zustand beendet werden. Ab ins Bad und Kopf unter den Wasserhahn hängen. Das war eine interessante Erfahrung: Kopfüber, mit geschlossenen Augen, mit ausklingendem Klosterfraurausch UND Fieberschwindel den Kopf zwischen Wasserhahn und Waschbecken zu bugsieren ist eine Meisterleistung. Fast so wie mit der Queen Mary II ins Parkhaus fahren. Aber: es hat geklappt.

Was auch wunderbar geklappt hat, war, dass ich meinen Nacken bei der Aktion irgendwie zu sehr gedehnt habe und einen Nerv ein wenig pikiert habe. Klasse. Jetzt tut beim Husten nicht nur Kopf und Lunge weh, sondern auch der Nacken. Aber: was steht da noch auf der Klosterfrau-Flasche drauf? “Bei Nervenschmerzen, Muskelkater und Hexenschuss!” Bingo. Schlimmer kann es nicht werden.

Oder?

Der Bananenschneider

Vor ein paar Monaten habe ich in einer Schaufensterauslage eine gelbe, bananenförmig gebogene Dose, die Banana Box, gesehen. Der Hersteller versprach auf einem Werbe-Aufsteller “The ultimate protection of your banana”. Ich dachte eigentlich, dass damit der ultimative Höhepunkt der menschlichen Dummheit erreicht wäre. Aber nein – es geht noch schlimmer:

banane

Der Bananen-Teiler. Hätte ich es nicht mit eigenen Augen gesehen, hätte ich das Ding im Bereich Frequenzwasser oder Siemens Lufthaken angesiedelt… Da fällt mir nur eines ein:

“Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher.”

(Einstein)

Rausch tut gut!

Super. Gerade laufe ich durch Reutlingens Innenstadt an einer Apotheke vorbei und sehe dabei in der Schaufensterauslage dieses Bild:

Photo-0001

Dieser Firma würde wahrscheinlich ein besserer Werbeberater auch gut tun…

Na denn: Prost!

Grausame Wahrheit: Knut ist blondiert!

Hier lese ich gerade, dass sich jemand fragt, wieso um Knut im Berliner Zoo so eine nachrichtentechnische Ostblock-Politik betrieben wird. Ganz einfach. Knut ist ein Fake. Knut ist gar kein Eisbär. Sondern ein blondierter Braunbar.

+ =

Und spätestens seit Gerd “Ich färbe nicht” Schröder weiß man doch, dass Debatten um die Haarfarbe einer Persönlichkeit nicht erwünscht sind. Daher auch die Ostblock-Politik.

Alles klar ;-)

(Bilder: Wikipedia)

Gmail Paper, G-Mail und der erste April

Über Googles Freemaildienst gmail / googlemail ist in den vergangenen Jahren viel geschrieben worden: z.B. über die (mögliche) Verletzung der Privatsphäre bzw. der Persönlichkeitsrechte der Nutzer, da Google Werbung anzeigt, die in den Kontext empfangenen Mails passt. Außerdem gab es da vor einigen Jahren einen Markennamenstreit mit einer Deutschen Firma. Sinngemäß ging es darum:

[...] Ursprünglich hieß dieser Dienst (Anm: Google Mail) auch in Deutschland Gmail, musste aber 2005 aufgrund eines Streites um die deutschen Markenrechte mit einem Hamburger Briefpostunternehmen umbenannt werden, welches den Markennamen G-mail eher angemeldet und gewerblich genutzt hatte. [...]

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Gmail)

Dieses “Hamburger Briefpostunternehmen” (siehe http://www.gmail.de/) bietet einen ziemlich abgefahrenen “hybriden” Mail-Dienst an: Mails können online auf dem Drucker eines Service-Zentrums auf “richtigem” Papier ausgedruckt werden und dieser Brief wird dann dem Empfänger postalisch zugestellt. Der umgekehrte Weg funktioniert übrigens auch: Ein Brief wird vom Service-Zentrum gescannt und als Mail dem Empfänger zugeschickt.

Wozu das gut sein soll, weiß ich nicht so recht. Für mich persönlich sehe ich da keinen Bedarf. Vielleicht ist das ganze aber auch ganz praktisch… Keine Ahnung.

Google nimmt, jedenfalls so wie ich das sehe, seinen Kontrahenten mit dem diesjährigen Aprilscherz ziemlich auf die Schippe und macht sich über das Unternehmen lustig.

Is it free?

Yes. The cost of postage is offset with the help of relevant, targeted, unobtrusive advertisements, which will appear on the back of your Gmail Paper prints in red, bold, 36 pt Helvetica. No pop-ups, no flashy animations—these are physically impossible in the paper medium.

How about attachments?

All part of the deal. Photo attachments are printed on high-quality, glossy photo paper, and secured to your Gmail Paper with a paper clip. MP3 and WAV files will not be printed. We recommend maintaining copies of your non-paper Gmail in these cases.

Is there a limit?

You can make us print one, one thousand, or one hundred thousand of your emails. It’s whatever seems reasonable to you.

But what about the environment?

Not a problem. Gmail Paper is made out of 96% post-consumer organic soybean sputum, and thus, actually helps the environment. For every Gmail Paper we produce, the environment gets incrementally healthier.

(Quelle: Google)

… spassige Idee ;-)

Waist of Time

Ich reviewe gerade ein Kurzfassung meiner Diplomarbeit, die wir für die IPTcomm 2007 einreichen wollen. Ich bin eben fast vom Stuhl gekippt, als ich den folgenden Tippfehler gefunden habe: “Incorrect lookup will result into a waist of time.” Der Kollege meinte wohl “waste of time”.

Wobei so ein “Bauch von Zeit” sicherlich für viel Heiterkeit beim Publikum gesorgt hätte…