Ich, der Schornsteinfeger aus Leidenschaft

Gestern beim Abendessen klingelte mein Handy. Böses Ding. Ich will mein gutes Nichtmensaessen essen. Dran war eine ältere Dame, die offenbar einen Schornsteinfeger sprechen wollte. Strange. Dieses Happening hatten wir doch schonmal. Damals aber kurz nach 6 in der Früh… Dann doch lieber beim Abendessen.

Die Dame war glaube ich schon etwas Altersstarrsinnig, weil sie sich selbst nach dem dritten STOP nicht abbringen ließ, mir ihr leid zu klagen. Naja, jetzt weiß ich wenigstens, was Frau Else Kächele* aus Ulm morgen Mittag so macht.

Nachdem ihre Verbaldiarrhoe erst einmal gestillt war, löste sich das Rätsel, wieso “ständig” Menschen für den Schornsteinfeger bei mir anrufen auch endlich auf. Der Feger hat wohl fast die gleiche Nummer wie ich, nur eben mit einer 6 am Schluss und nicht mit einer 8. Und offenbar verschickt der gute Herr nette Postkärtchen, mit denen er seinen werten Besuch avisiert (“legen sie 68€ abgezählt bereit”) und darauf ist auch ein Stempelabdruck mit Name, Adresse und seiner Handynummer aufgebracht. Scheinbar ist der Stempel mittlerweile so verwantzt, dass kein Mensch mehr die letzte Ziffer hinten entziffern kann. Super. Und da “6″ und “8″ sich sowieso ähnlich sehen, landen ab und an Menschen bei mir. Ganz große Nummer!

Ich glaube ich brauche eine neue Handynummer. Die alte von Dieter Bohlen oder Gunter Sachs wäre toll. Da rufen sicher ständig tolle Frauen an :D Nicht so alte Schachteln, wie bei mir…!

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* Name von der Redaktion geändert

Kostenlos telefonieren / faxen und so weiter

Das Internet hält eine ganze Reihe von Diensten bereit, mit deren Hilfe wir auch über die “altehrwürdigen” Medien Telefon und Fax kostenlos kommunizieren können:

Der kostenlose TelefondienstPeter zahlt” funktioniert etwa wie folgt: Über den Browser und die “Peter zahlt” Site werden die eigene Telefonnummer und die Telefonnummer dessen, der angerufen werden soll, angegeben. Man klickt auf “Verbinden” und zunächst klingelt das eigene Telefon. Nachdem man abnimmt wird die Verbindung zu dem Anzurufenden aufgebaut. Während die Leitung offen ist, werden im Browser Werbeanzeigen dargestellt. Das Browserfenster sollte man daher auch nicht schließen – die Leitung würde dann unterbrochen werden. Telefoniert werden kann im In- und Ausland auf alle Festnetzanschlüsse für maximal 30 Minuten.

Frank geht ran” ist ein Telefondienst, der ungebetene Anrufer “abwehrt”. Oft ist man heute gezwungen bei allerlei Anbietern im Netz eine Telefonnummer anzugeben. Ich schreibe oft eine ungültige Nummer wie 0123456789 (die ist doch hoffentlich ungültig!?) in solche Felder… Eleganter ist es aber die Nummer von Frank anzugeben. Wird unter Franks Nummer angerufen, so ertönt eine freundliche aber deutliche Ansage, dass man selbst keine telefonische Kommunikation wünscht. Frank ist vielleicht auch für Frauen in der Disko ganz nett, die von aufdringlichen Türken ähhh Südländern ääääh Verehrern genervt werden.

[Update: Mittlerweile leider nicht mehr kostenlos...]

Simple Fax“, ein kostenloser Faxdienst, habe ich selbst noch nicht getestet habe – aus Ermangelung eines Opfers, dem ich ein Fax schicken könnte. Hier lädt man ein PDF auf den Server, trägt die Rufnummer des zu befaxenden ein und das Fax wird verschickt. Faxempfang ist leider nicht möglich.

Noch ein paar Worte zum Thema “Datenschutz” und “ungebetene Anrufe”. Ich habe mir die FAQ der aufgeführten Dienste grob durchgelesen und in allen steht mehr oder weniger explizit drin, dass “ihre Daten bei uns sicher” sind. Das kann man glauben, muss es aber nicht. Bevor man einen solchen Dienst also nutzt, unbedingt abwägen, ob man das Risiko eingehen will, Daten nach außen zu geben. Das Risiko mehr Spam-Anrufe zu bekommen ist durchaus vorhanden …