Gestern hatte ich eine interessante Einsicht: Mein “Homeserver”* steht quasi neben der Stereo-Anlage, leider können die beiden aber rein überhaupt gar nix miteinander anfangen. Zeit etwas daran zu ändern! Klar, man könnte irgendeine Anwendung auf der Kiste installieren und jedes Mal wenn man Mucke hören will hindackeln und das gewünschte Lied abspielen. Das ist aber doof. Cooler wäre doch, den Player irgendwie fernsteuern zu können…
Und siehe da: Nette Menschen haben genau so etwas gebaut! Das benötigte Programm heißt Media Player Daemon und ist (natürlich) über die Paketquellen von Ubuntu ratz-fatz auf dem Server installiert (apt-get install mpd). Nachdem die Software installiert ist muss die /etc/mpd.conf angefasst werden. Im Wesentlich muss man die Pfade wo die Musik liegt anpassen…
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music_directory "/media/storage/Audio"
playlist_directory "/media/storage/Audio/Playlists"
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… die Beschränkung mpd nur von localhost nutzen können auskommentieren …
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#bind_to_address "127.0.0.1"
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… und ALSA als Mixer eintragen …
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mixer_type "alsa"
mixer_device "default"
mixer_control "PCM"
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Jetzt noch den Cache für die Datenbank erzeugen /etc/init.d/mpd start-create-db (mpd ließt verschafft sich einen überblick was an Musik vorhanden ist und indiziert die Tags im mp3-file) und neustarten /etc/init.d/mpd restart.Fertig. Jetzt fehlt noch eine Client-Applikation mit der man die Kiste steuern kann.
Generell gibt es ein prima funktionierendes Command Line Tool, welches auf dem Server installiert wird und über SSH genutzt werden kann. Das Programm heißt ncmpc (apt-get install ncmpc). Vorteil ist hier, dass man mit jedem Rechner über SSH fernsteuern kann. Zugegriffen wird auf die Titel übrigens über die gewohnte Ordnerstruktur. Besonderen Charme entwickeltdas Programm in Verbindung mit einem Symbian Handy und putty.
Alternativ kann man hier auch eine für Handy optimierte Weboberfläche nutzen, die ist aber entsetzlich langsam.
Möchte man ein “ordentliches” Client-Programm in Klicki-Bunti-Manier haben kommt man (unter Mac OS) wohl kaum an Theremin vorbei. Neben der Steuerung der Titel und Lautstärke wird hier als optisches Goodie noch ein Albumcover als briefmarkengroßes Bildchen oben links angezeigt. Wird der nächste Titel abgespielt wird ein hübsches halbtransparentes Notify eingeblendet…

Weniger gut an Theremin gefällt mir, dass die mp3′s nicht über meine Ordnerstruktur zugreifbar sind, sondern über die Datenbank die sich mpd zusammengebastelt hat.
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* mein oller eeePC mit einer Festplatte dran