G.ho.st: Virtueller Computer im Browser

Als ich vor ein paar Tagen irgendwo im Netz von G.ho.st (Globally Hosted Operating System) gelesen habe, war ich einigermaßen baff! G.ho.st ist ein "virtueller Computer", auf den über den Webbrowser zugegriffen werden kann. Klingt ziemlich fancy! Auf der Webseite findet sich in den FAQ eine längere und wohl auch bessere Beschreibung:

G.ho.st, pronounced ghost, is the Global Hosted Operating SysTem that provides you with a complete online personal computing environment. Although, G.ho.st looks similar to the operating systems you are accustomed to on your PC (personal computer), once you sign on to G.ho.st the virtual computer (VC) that is set up for you keeps running at all times and is accessible everywhere over the Internet. All you need is a web browser to simply link to G.ho.st (no www or .com is needed). In addition, your VC comes ready with many applications, tools and services without the need for individual installations. Your data is always backed up and software upgrades are done seamlessly.

(Zitat aus den FAQ)

Im Grunde genommen ist G.ho.st nichts anderes als eine superaufgeblähte Web 2.0 Applikation, die so tut als sei sie eine Art (virtueller) (windowsartiger) Computer. Auf diesem virtuellen Computer sind (bis jetzt) ein paar Anwendungen eingebaut, wie z.B. ein Webbrowser oder eine Mailapplikation. Ich denke, dass da noch mehr Anwendungen dazu kommen werden. Für die Speicherung von Daten stehen jedem Benutzer 3GB Speicher zur Verfügung.

Damit man sich das etwas besser vorstellen kann, habe ich ein kurzes Video aufgenommen. (Die Ladezeiten der einzelnen Programme in G.ho.st habe ich versucht etwas herauszuschneiden, daher scheint G.ho.st auch recht flüssig zu laufen – dazu unten mehr). Zu sehen (erahnen) sind das schon angesprochene Mailprogramm mit Kalender, der Webbrowser und eine Art Taskmanager.

Eigentlich eine ziemlich nette Idee, die aber irgendwie auch etwas albern ist. Wieso sollte man eine solche aufwändige Arbeitsoberfläche im Browser emulieren, wenn es auch einfacher geht? Ich sehe kaum einen Vorteil von G.ho.st gegenüber den Anwendungen, die z.B. ein simples Google Konto mit sich bringt, also Gmail, Calendar, Text&Tabellen, … Im Gegenteil: G.ho.st läuft auf meinem Notebook (Centrino 1,5 Ghz) durch die vielen optischen Gimmicks, die die Simulation der Betriebssystem-Oberfläche benötigt, nicht mehr sauber. Der einzige Vorteil, den ich sehe, ist, dass der Benutzer über eine Art Desktop verfügt. Die Frage, die sich mir stellt, ist aber: braucht man das?

Windows unter Linux: Neue Version von VirtualBox

Gerade habe ich über einen englischsprachigen Blog einen Link zum Thema “VirtualBox”, der zu der österreichischen Webseite derStandard.at führt, gefunden. Der Inhalt ist sehr interessant:

  • Es gibt eine neue Version von VirtualBox. (Windows 64 Bit wird jetzt unterstützt und OS halbe (OS/2)).
  • Die neue Version kann zudem Fenster eines unter Linux emulierten Windows außerhalb (!) des Emulators, also in Linux direkt, darstellen. Wenn ich den Artikel recht verstehe, wird jetzt die Startleiste des Windows direkt auf dem Linux-Desktop angezeigt. D.h. Linux und Windows “verschmelzen”.

Ich finde letzteres geradzu genial. Wenn das so funktioniert, wie ich es mir vorstelle, ist endlich möglich z.B. MS Office unter Linux “vernünftig” zu benutzen (eine entsprechend schnelle Maschine vorausgesetzt). Mit Wine läuft Office einfach nicht vernünftig…

Memo an mich: Unbedingt mal testen!

Wer mehr darüber weiß bzw. Erfahrungen damit gesammelt hat: nur raus damit!

Siehe dazu auch die Heise Kurzmelung oder einen weiteren Artikel von derStandart.at über VirtualBox.

(Virtueller) Pocket-PC testen / Windows Mobile 5.0 testen

Ich überlege, ob ich mir demnächst einen Pocket PC zwecks Navigation im Auto zulege. (Sprit wird ja immer teurer und sich verfahren ist quasi unbezahlbar geworden. Daher amortisiert sich so ein PDA schon nach ein paar Kilometern Umweg… :D )

Mich interessiert jetzt allerdings, was Windows Mobile 5.0 (das aktuelle Standard-Betriebssystem der Pocket PC) überhaupt ist und was das Betriebssystem alles kann. Im Laden testen kann man aber vergessen (Saturn/Mediamarkt führen solche Geräte quasi nicht) und die Katze im Sack will ich nicht kaufen.

Netterweise bietet Microsoft aber einen kostenlosen virtuellen Pocket-PC zum runterladen an. Das Ding verhält sich exakt wie ein Pocket PC, auf dem Windows Mobile 5.0 läuft. Excel/Word/und-was-sonst-noch-mit-WM5-mitkommt… alles ist da. Statt mit dem Stylus bedient man den virtuellen Taschen-Computer einfach per Maus und Tastatur*…

Installation:

Um den virtuellen Pocket PC auf dem Desktop-Rechner zu installieren braucht man folgende Komponenten:

1.) Microsoft Device Emulator 1.0 (< 1MB; V1Emulator.zip)

2.) Windows Mobile 5.0 MSFP OS Image (~60MB; efp.msi)

Beide Komponenten können hier heruntergeladen werden. Der Device Emulator ist eine Art “Player”, mit dem das Image abgespielt werden kann. Bevor man das Image instaliert, muss man aber zwingend den Virtual Machine Network Driver installiert haben. Dummerweise hat Microsoft diesen von seiner alten Downloadseite entfernt und sonst gibt es den Treiber auch nirgendwo. Zut alors! Es gibt allerdings einen Umweg, wie man den Treiber trotzdem bekommt:

3.) Microsoft Virtual PC 7 (~35MB; hier herunterzuladen)

Man muss also erst Virtual PC 7 installieren (das installiert den benötigten Treiber), dann den Device Emulator und last not least das Image. Fertig.

Ob ich nun Windows Mobile toll finde oder nicht, weiß ich noch nicht. Auf alle Fälle ist der Emulator ein nettes Spielzeug!

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* was wohl ein großer Vorteil ist :D