Geschwätzige Office Dokumente

MS Office und auch andere populäre Office-Anwendungen, wie z.B. Adobe Acrobat speichern einen ganzen Batzen an “unsichtbaren” Informationen in den jeweiligen Excel-, Word-, Powerpoint oder PDF-Datei. Immer dann, wenn eine Datei an jemand anderen weitergegeben wird, kann dieser Daten auslesen, die ggf. nicht für seine Augen bestimmt sind.

Solche Daten können z.B. den Namen des Dokumenten-Erstellers, das Speicherdatum, Kommentaren, die während der Dokumenten-Erstellung eingegeben wurden oder sogar Rechnernamen im Netzwerk usw. umfassen. (Mehr Informationen darüber finden sich z.B. hier.)

Microsoft hat freundlicherweise ein Tool geschrieben, das alle (so wird behauptet) solcher versteckten Informationen aus einer Office-Datei entfernt und eine “saubere” Version, die dann weitergegeben werden darf, auf der Platte speichern kann. Alternativ gibt es das (für Privatanwender) kostenlose Tool DocScrubber. Das entfernt nicht nur verborgene Daten, kann sie auch netterweise auslesen ;-)

Filme ohne Codecs unter Windows XP abspielen

Auf sw-guide las ich gerade einen Artikel über die Installation von Codecs, die oft zur Wiedergabe von Audio und Video-Formaten in Windows gebraucht werden. Seit dem ich schlechte Erfahrungen mit dem dort erwähnten x-lite Codec Pack gemacht habe (nach der Installation des Packs lief das frisch und sauber installierte Windows spürbar schlechter und instabiler) verwende ich ausschließlich M-Player.

M-Player ist wie der auf sw-guide erwähnte VLC eine “standalone” Applikation, in der sehr viele Codecs bereits integriert sind. Vorteil gegenüber Codec-Packs: M-Player installiert keine “zigtausend” verschiedenen Codecs, die ggf. irgendwelche Probleme hervorrufen und das System bremsen können. Nachteil: Da die Codecs nicht installiert werden, kann auch keine andere Anwendung darauf zugreifen und mit deren Hilfe z.B. Filme anzeigen. Ich finde, dass der Vorteil den Nachteil weit überwiegt – zumal ich kaum in die Verlegenheit komme einen anderen Player gebrauchen zu müssen.

M-Player stammt aus der Linux-Welt und ist von Haus aus ein Kommandozeilen-Tool. Da das so keiner (zumindest kein Windows-User ;-) ) benutzen will (kann?), gibt es einige Frontends für M-Player unter Windows, die die Benutzung einfach und unkompliziert machen. Das meiner Meinung nach beste Frontend ist MPUI (M-Player User Interface). M-Player bietet auf der Seite auch eine GUI an, die mag ich persönlich weniger gern, da sie weniger Features bietet als MPUI.

Auf der Download-Seite des MPUI-Projekts gibt es ein ZIP-Archiv zum Download, das M-Player und immer eine ziemlich aktuelle Version des MPUI enthält. Großer Vorteil: Das Archiv braucht nur entpackt zu werden und kein Programm muss installiert werden. Also kann das Player-Duo auf dem USB-Stick, der mobilen Festplatte oder irgendwo im Netzwerk abgelegt werden und von dort aus genutzt werden.

Diese Lösung ist einfach und flexibel. Besser kann man es kaum bekommen.

[Update: mplayer kann auch Video-Streams speichern. Wie das geht, steht hier.]

Tutorial: X-Forwarding mit Putty unter Windows

Das ist der letzte Teil meiner kleinen X-Forwarding “Serie”. Heute geht es darum, wie die graphische Ausgabe eines Linux-Systems auf den X-Server eines Windows-Rechners umleitet werden kann. Diese Anleitung setzt natürlich einen installierten und gestarteten X-Server voraus. Wie das geht, steht hier.

Ein guter und zudem kostenloser SSH-Client unter Windows ist Putty. Putty kann von dieser Seite herunter geladen werden.

putty

Nachdem in Putty der Hostname des Rechners und der Login-Name (user@hostname) eingegeben wurden, öffnet man die Rubrik “X11″ …

cyg5

… und aktiviert dort das “X11 Forwarding”. Das war es auch schon fast. Nach einem Klick auf den “Open” Knopf in der Rubrik “Session” wird man mit dem gewünschten Rechner verbunden. Startet man dort ein Programm, das das X-Window System benutzt (z.B. Gimp) öffnen sich die entsprechenden Fenster auf dem lokalen Rechner.

Die übertragenen Datenmengen sind übrigens ganz enorm. Wer dieses Feature über das Internet nutzt (geht ja problemlos) braucht DSL und am besten eine Flatrate *g*

Hungrig geworden? Keine Lust mehr auf Computer??
Auch Kochrezepte und vieles mehr finden sich im Sammelsurium.

Tutorial: X-Server unter Windows installieren

Vor ein paar Wochen habe ich einen kleinen Artikel über X-Forwarding unter Linux geschrieben. Witzigerweise scheinen sich dafür mehr Leute zu interessieren, als ich gedacht habe. Daher kommt jetzt noch etwas zusätzliche Information hinterher.

In diesem kleinen Tutorial soll es also darum gehen, wie man einen X-Server unter Windows installiert. In einem weiteren Teil, den ich in den nächsten Tagen nachreiche, geht es darum, wie die graphische Ausgabe eines Linux-Systems auf den X-Server eines Windows-Rechner umleitet werden kann (X-Forwarding unter Windows mit Putty).

X-Server installieren:

Das Zauberwort für Linux-Komponenten unter Windows heißt Cygwin. Cygwin (gesprochen sig-win, nicht züg-win) kann (Teile von) Linux unter Windows emulieren. Dazu gehört unter anderem das X-Window System, an dem wir jetzt gerade interessiert sind. Die Installation der Cygwin X-Windows Komponenten ist ziemlich einfach: Von der Cygwin-Homepage lädt man sich zunächt den Cygwin-Installer herunter. Dieser wird gestartet und nach einigen selbsterklärenden Klicks landet man auf dem Komponenten-Auswahlmenü.

cyg1

Im Grunde genommen kann man alle voreingestellten Optionen so lassen, wie sie sind und einfach auf “Weiter” klicken. Dann würde aber mehr oder weniger das ganze Cygwin-System installiert werden. Ein Großteil der Komponenten ist (in diesem Fall) überflüssig und nimmt zudem mehrere hundert MB auf der Festplatte weg und der Download dauert “stunden”… Das muss nicht sein. Um X unter Windows nutzen zu können reicht es aus “X11″ zu installieren (Install) und alle anderen Komponenten zu überspringen (Default).

Nach einem Klick auf “Weiter” meckert der Installer, dass er noch einige andere Komponenten braucht, die Meldung wird bestätigt und schon werden die benötigten Komponenten aus dem Netz geladen und installiert.

Nach abgeschlossener Installation findet sich auf dem Desktop ein Cygwin Icon. Ein Klick darauf öffnet eine Cygwin-Shell. Über diese lässt sich der X-Server starten. Das Kommando lautet ganz einfach

startx

cyg2

Nachdem ein paar Zeilen mehr oder weniger sinnvoller Informationen auf die Shell geschrieben wurden, öffnet sich ein Xterm-Fenster und in der Taskleiste wird das X-Symbol angezeigt. Der X-Server wurde somit erfolgreich gestartet und bereit.

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Browser-Startseite als Wallpaper

Gestern Abend habe ich im sw-guide Blog einen Eintrag zum Thema “selbstgebastelte Browser-Startseite” gelesen. Die Essenz des Artikels ist, dass man sich eine HTML-Seite zusammenbasteln kann, die lokal auf dem Rechner abgelegt wird und vom Browser beim Start angezeigt wird. Auf dieser Seite kann man (nötige HTML-Kenntnisse vorausgesetzt) Suchboxen irgendwelcher Suchmaschinen, Links zu den Lieblingsseiten, Online-Banking, seinem Blog oder was auch immer integrieren. Der Vorteil dieser Methode zu den Startseiten-Diensten wie z.B. netvibes ist lt. Autor des Blogs, dass die lokale Startseite ohne langsamen HTTP-Zugriff aufgerufen werden kann.

Im seinem Artikel, ist übrigens ein Zip-Archiv mit einem entsprechenden Beispiel, wie so eine Seite geschrieben werden kann, zu finden.

Ich finde, dass eine lokale gespeicherte Startseite eigentlich eine ganz nette Idee ist, wobei ich allerdings glaube, dass das Argument der schnelleren Ladezeit in Zeiten von DSL-Anschlüssen mit mehreren Megabit Bandbreite relativ viel an Schlagkraft verliert. Zudem ist es wesentlich einfacher sich eine Browser-Startseite bei netvibes zu basteln, als “per Hand”. Mich hat dieser Artikel aber zu einem eigenen Artikel “inspiriert”: Warum sollte man nicht so eine Startseite als Desktop-Wallpaper “missbrauchen”? Und was passiert, wenn man das macht?

Relativ wenige Leute wissen nämlich, dass man auf dem Desktop von aktuellen Windows-Betriebssystemen (98, ME, 2000, XP, Vista) nicht nur Bilder, sondern auch HTML-Seiten anzeigen kann. Ich habe das mit den oben erwähnten Beispiel-Dateien einmal versucht.

Schritt 1: Icons vom Desktop ausblenden

Icons lassen sich ganz einfach durch einen Rechtsklick auf den Windows-Desktop ausblenden. Die entsprechende Funktion “Desktopsymbole anzeigen” findet sich im Untermenü “Symbole anordnen nach”.

tutneu

Dieser Tipp stammt von Rolf (Danke!!). Meine ursprüngliche Methode zum Absblenden von Icons war ganz geringfügig weniger elegant…

Zunächst braucht man den Registry-Editor. Dieser kann durch “Start” –> “Ausführen” –> “regedit” –> “OK” aufgerufen werden. ACHTUNG! WIE BEI ALLEN ÄNDERUNGEN AN DER REGISTRY GILT: HIER IST VORSICHT GEBOTEN!

Im Registry-Editor navigiert man zum Schlüssel HKEY_CURRENT_USER\ Software\ Microsoft \Windows \CurrentVersion \Explorer \Advanced und ruft dort den DWORD-WERT “HideIcons” auf. Der Wert wird auf “1″ gesetzt und der Editor geschlossen.

tut_1

Falls der Wert noch nicht existiert, legt man ihn einfach im Editor mittels “Bearbeiten” –> “Neu” –> “DWORD-Wert” an.


Jetzt muss Windows neu gestartet werden – vielleicht gibt es auch einen Trick, um die in der Registry gemachten Änderungen zu übernehmen, ich kenne diesen aber nicht. Nachdem Windows wieder läuft, ist der Desktop wie gewünscht leer.

(Die Icons werden übrigens wieder angezeigt, nachdem der oben geänderte HideIcons-Wert zurück auf 0 gesetzt und die Maschine neu gestartet wurde. Evlt. ist es auch eine gute Idee die Position der Desktop-Icons zu speichern bevor man irgendwelche Änderungen durchführt. Wie das geht, steht z.B. hier geschrieben)

Schritt 2: HTML-Wallpaper einbinden

Das Einbinden des Wallpapers funktioniert vollkommen äquivalent zum Einbinden eines herkömmlichen JPEG-Wallpapers. Dazu wählt man die einzubindende HTML-Seite durch “Eigenschaften der Anzeige” –> “Desktop” –> “Durchsuchen” aus und “übernimmt” die Änderungen. (Verwendet man den Beispielcode vom sw-guide Blog, muss die index.html Seite eingebunden werden.) Das war’s schon.

tut_2

Ein Blick auf den Desktop zeigt: Die HTML-Seite wird wie gewünscht angezeigt. Das ganze sieht etwa so aus (ich habe schon einige Änderungen an der Seite vorgenommen. Die Ansicht weicht also von der unveränderten HTML-Startseite leicht ab):

tut_3

Auf dem Wallpaper angeklickte Links bzw. Ergebnisse von über das Wallpaper gestarteten Suchanfragen, werden im Standard-Browser des Systems angezeigt.

So ein HTML-Wallpaper ist eigentlich schon ganz witzig und sorgt sicher bei einigen Menschen für (leichte) Verblüffung. Da geht aber noch mehr.

Schritt 3: Anpassungen

Auf dem Wallpaper lassen sich natürlich auch Links einbinden, die auf den lokalen Rechner oder andere Rechner im Windows-Netzwerk zeigen. Somit lassen sich über das Wallpaper bequem (Netzwerk)Ordner aufrufen. Die Ordner werden nach dem Klick auf den entsprechenden Link wie gewohnt im Standard-Windows Ordnerfenster angezeigt.

Ein entsprechendes Stück HTML-Quellcode für diese Funktionalität könnte z.b. so aussehen.

<ul>
<li class="linktitle">Laufwerke:</li>
<li><a href="//C:">Windows-Partition (C)</a></li> |
<li><a href="//D:">Daten (D)</a></li> |
<li><a href="//L:">USB-Drive (L)</a></li>
</ul>

<ul>
<li class="linktitle">Ordner:</li>
<li><a href="///d:/Eigene%20Daten">Eigene Dateien</a></li>|
<li><a href="//pfad/nach/foo">Foo</a></li> |
<li><a href="//pfad/nach/bar">Bar</a></li> |
<li><a href="//pfad/nach/baz">Baz</a></li>
</ul>

Die Startseite kann aber nicht nur irgendwelche Dinge aufrufen, sondern natürlich auch anzeigen. Z.B. könnte recht einfach ein Link zu einem aktuellen Satellitenbild eingebunden werden. Da das Bild evlt. alle paar Stunden aktualisiert wird, sollte sich das Desktop-Wallpaper evtl. auch selbst regelmäßig aktualisieren. Das kann z.B. durch einen meta refresh Tag im Header der HTML-Seite geschehen.

<meta http-equiv="refresh" content="300;url=file://pfad/zur/startseite">

Der Tag sorgt dafür, dass die Verlinkte Datei alle 300 Sekunden neu geladen wird. Alternativ ist es übrigens auch möglich andere Webseiten, z.B. netvibes über einen IFrame auf dem Desktop einzubinden. Das funktioniert tatsächlich. Ich habe das vor etwa einem Jahr spasseshalber mit dem Webinterface von Gmail versucht. Es war problemlos möglich Emails über als Wallpaper zu lesen und schreiben.

Versionsverwaltung mit SubVersion und Tortoise

Gerade krame ich im Netz nach Informationen, wie sich ein bestimmtes Problemchen,  das ich gerade mit dem Versionsverwaltungstool Tortoise habe, einfach lösen lässt. Die Antwort habe ich zwar noch nicht aber ich habe ein Tutorial gefunden, das es mir tatsächlich Wert ist, hier erwähnt zu werden.

Wer sich dafür interessiert, wie man unter Windows den SVN Client Tortoise bedient, kann sich diesen Link mal ansehen.

Ein echtes TOP-Patch

Toll!! Darauf habe ich echt gewartet! Der Patch von M$ das mir sagt, ob mein Windows “echt” oder “nicht echt” ist. Und falls nicht, dann würde der Patch mich sogar bei der Beschaffung einer echten Lizens unterstützen. Ist das nicht schön? genuine

Und nächsten Monat, pünktlich zum 1. April, freuen wir uns schon auf den “Buy Vista”-Patch, der einem alle halbe Stunde vorschläft auf Vista umzusteien…

Suchet so werdet ihr finden – Teil 2 – Flock

Mein Hirn hat gerade Ladehemmung und spuckt keinen sonderlich sinnvollen Output zu meiner Diplomarbeit mehr aus. Deswegen tippe ich eine halbe Stunde etwas (mehr oder weniger) sinnfreies und beschäftige mich mit Flock. Was Flock ist, habe ich ja schon gestern erwähnt.

Die große Frage ist allerdings, ob man mit Flock tatsächlich auch sinnvoll Beiträge für einen Blog schreiben und auch veröffentlichen kann.

Die anderen Features, wie z.B. die Anbindung an Bilderdienste (Flickr) interessieren mich gerade nicht sonderlich. Nur so viel zu dem Thema: Nach kurzem Test habe ich die Anbindung an Bilderdienste als recht brauchbar empfunden. Klasse gelöst ist der Feed-Reader Teil! Das ist wirklich gut gemacht. Den Bookmarking-Teil habe ich gar nicht getestet, einfach deswegen, weil ich meine Bookmarks nicht im Netz haben möchte.

Zurück zu der “großen Frage”: Der Flock-Blog-Editor sieht schon mal ganz nett aus. Allerdings bietet er verglichen zur Weboberfläche von Blogger.com wenige Funktionen -insbesondere für Formatierungen- an. Gerade mal FETT, KURSIV und DURCHGESTRICHEN lässt sich in der Iconleiste auswählen. Nett wäre noch wenigstens Schriftart und Schrifgröße gewesen. Dann gibt es noch zwei Buttons für Listen und das war es schon. Holzklasse!

Der spärliche Editor wäre aber eigentlich gar nicht so schlimm, wenn wenigstens der HTML-Code, der von Flock erzeugt wird, auch “sauber” wäre. Nachdem ich ein paar Zeilen getippt habe, habe ich interessehalber auf “Source” umgeschalten und fast einen Schlag bekommen. Quasi jedes Wort steht in einem eigenen <span> </span> Tag-Paar. Das kann es ja wohl nicht sein!

Sonderlich ausgereift scheint der HTML-Generator von Flock nicht zu sein. Schade. Damit hat sich das Programm zumindest bei mir sehr fix selbst ausgeknockt und ich habe diesen Beitrag wieder auf der Blogger.com Oberfläche geschrieben.

K.O. für Flock nach Runde 2!

Suchet so werdet ihr finden – Teil 1

Vielleicht hätte ich dieses Posting auch besser “Die Suche nach dem perfekten Blogging Tool” nennen sollen. Aber egal…

Das Tippen von Postings im Editor von blogger.com ist im Grunde genommen eine Zumutung. Schreibt man mehr als 10 Zeilen Text oder besitzt man die Frechheit ein, zwei Bilder einzubauen, ist die Textbox sofort voll und die elende Scrollerei geht los. Es wäre ja schon eine ziemliche Hilfe, wenn die Textbox ein paar Zeilen größer/höher wäre. Aber nein: Bloggoogler spart hier. Wieso eigentlich? Kostet doch nichts die Textbox etwas größer zu machen! Wo bleibt die Usability?

Früher, in der Zeit als Blogger (Anm.: die Blog-Plattform, die ich benutze) noch das “alte” Blogger war, in der man sich nicht über sein Google Konto anmelden musste, konnte man ein Tool namens W.Bloggar benutzen.

Das Ding war ist großartig: Ein einfach zu bedienender Editor mit vielen Features, der mit vielen Blogs (WordPress, Movable Type, Blogger, …) zurecht kommt. Der/die Entwickler des Tools hat/haben aber seit dem letzten Jahr nichts mehr an seinem Programm geändert (so scheint es zumindest) und die Umstellung auf das “neue Blogger” komplett “verschlafen”. W.Bloggar kommt jedenfalls nicht mit der neuen Anmeldung über das Google Konto klar (oder ich bin zu doof das Programm richitg zu konfigurieren) und spuckt daher nur einen Blog-API-Fehler aus. Somit kann man W.Bloggar von der Liste streichen… Schade.


Durch Googlen, Stöbern und Zufall stieß ich auf Flock. Flock basiert auf Mozilla Firefox 1.5 und betitelt sich selbst als “sozialen Browser”. Das soll aber nicht bedeuten, dass er besonders freundlich sei, nein: Flock bietet neben dem “normalen” Browsing auch Zugriff auf “Social Networking” Dienste wie verschiedene Blogs, Flickr, Technorati und so weiter. Klingt eigentlich gut. Wobei ich die Idee Browser und Blog-Editor zu kombinieren eher deppert finde. Naja…

Nachdem ich die aktuellste deutsche Version (0.7.6) heruntergeladen und installiert habe, wurde ich schon wieder von dem gleichen API-Fehler wie bei W.Bloggar “erfreut”. Eigentlich habe ich Flock auch sofort wieder von meiner Liste gestrichen, aber mir fiel noch die Englische Version 0.7.10.2 in die Hände. Und siehe da: Die neuere Version versteht doch tatsächlich das “neue Blogger”, man kann sich fehlerfrei anmelden und auch tatsächlich Postings schreiben.


(Flock Browser mit Bilder-Leiste (oben) und Web Snipplets-Leiste (unten))

Wie das geht, beschreibe ich, wenn ich das Tool besser kenne.

Mit Word ein ernstes Wörtchen reden

Wer schon einmal ein wirklich langes Dokument in Word geschrieben hat weiß, dass Microsofts Luxuseditor ab spätestens 35, 40 Seiten anfängt böse zu mucken. Was ich noch nicht wusste ist, dass man die Mucken in manchen Fällen auch abstellen kann, bzw. dass eignetlich nicht Word der Übeltäter ist, sondern -wie so oft- der Benutzer.

Word bietet zumindest seit Version 2000 eine Funktion an, mit der sich Änderungen an Dokumenten verfolgen lassen. Das ist eigentlich eine ganz nützliche Funktion, die die Zusammenarbeit von verschiedenen Leuten, insbesondere das Überarbeiten von Dokumenten, ziemlich erleichtert.

Diese Funktion wird über [Extras] –> [Änderungen verfolgen] aktiviert.

Das lästige daran ist allerdings, dass Word JEDE Änderung, die ab diesem Zeitpunkt gemacht wird, sozusagen “im Vorborgenen” in einer Änderungshistorie speichert. Das bläht verständlicherweise das Dokument immens auf, wenn man vergisst die Funktion wieder zu deaktivieren. Und das sorgt früher oder später natürlich für deftige Probleme.

Heute habe ich im Büro ein 70 Seiten langes Word-File in die Hände bekommen, das quasi nicht mehr editierbar war, weil irgendwer irgendwann die “Änderungen verfolgen” Option aktiviert hat. Man kann sich sehr leicht vorstellen, welch Datenwust in einem Dokument, das 2002 erstellt und seit diesem Zeitpunkt permanent von verschiedenen Leuten aktualisiert, erweitert und überarbeitet wurde, vorhanden sein muss. So ist es auch nicht verwunderlich, dass das Dokument quasi nicht mehr editierbar war.

Ein weiser alter Mann Kollege gab mir den Tipp nachzusehen, ob vielleicht die Änderungs-Funktion aktiv war und falls ja die Änderungshistorie zu löschen. In Word heißt das, dass man die Änderungen “annimmt”.

Danach sieht das Dokument wieder “normal” aus und die Größe des Dokuments sinkt enorm. Bei meinem 70 Seiten Dokument waren das schlappe 5 Megabyte!


Blöderweise ist die Änderungen-Verfolgen-Funktion noch immer aktiv: tippt man weiter, fällt einem das schnell auf:


Entgültige Abhilfe schafft nur die komplette Deaktivierung durch [Extras] –> [Änderungen verfolgen] oder den Klick auf das entsprechende Icon in der Icon-Leiste!


Fazit: “Änderungen verfolgen” ist eigentlich eine nützliche Funktion. Sie kann nur böse nach hinten losgehen, wenn man vergisst sie wieder abzustellen!

(Screenshots gemacht mit Office 2003; In Office 2000 sieht das ganze etwas anders aus, die Funktionen sind aber gleich benannt)